Montag, 20. Dezember 2010

Abschied vom alten Jahr

Hallo zusammen,
wieder geht ein Jahr zu Ende. Ich nehme mir - das ist schon ein kleines Ritual für mich – zum Jahresende immer ein wenig Zeit, um Bilanz zu ziehen.
Diese Bilanz ist für mich ein schöner Abschluss, der das Jahr abrundet. Ich mache die Bilanz sogar immer schriftlich und hebe sie auf. Es ist einfach ein gutes Gefühl, nochmals bewusst vorüberziehen zu lassen, welche bedeutenden Erfahrungen für mich im vergangenen Jahr dran waren. Ich frage mich z.B.:
Welche schwierigen Situationen habe ich im Beruf und in meinem Privatleben bewältigt?
Welche schönen Erfahrungen habe ich beruflich und privat gemacht?
Worauf bin ich stolz?
Was habe ich Neues ausprobiert und in meinem Leben verändert?
Welchen neuen Menschen bin ich begegnet?

Immer wieder überrascht mich bei dieser Bilanz, dass mir die negativen Erfahrungen viel besser in Erinnerung bleiben als die positiven. Umso wichtiger ist es für mich, in der Bilanz auch die schönen Erfahrungen mit einzubeziehen bzw. nochmals ganz bewusst vor meinem inneren Auge zu erleben. Nach dem Rückblick überlege ich mir dann, welche Ziele und Wünsche ich für das neue Jahr habe und welche konkreten Schritte ich unternehmen möchte, um sie zu verwirklichen oder dem Ziel ein Stück näher zu kommen.

Vielleicht haben Sie ja auch Lust, Ihr Jahr nochmals bewusst an sich vorüberziehen zu lassen? Auch wenn Ihnen vielleicht erst einmal nur Negatives in Erinnerung kommt, suchen Sie bitte ganz gezielt nach den positiven Erfahrungen – und wenn es nur kleinste Augenblicke waren. Wenn Sie gar nichts finden können, dann fragen Sie sich, ob in den negativen Erfahrungen vielleicht auch Chancen für Sie verborgen sein könnten, die Sie bisher nur noch nicht gesehen haben – z.B. dass Sie neue Freunde gefunden haben, erkannt haben, was wirklich wichtig im Leben ist, oder nun andere Menschen besser verstehen können. Eine negative Erfahrung oder Krise könnte Ihnen auch dabei helfen, stärker zu werden und Ihre Lebenseinstellungen grundlegend zu verändern. Versprechen Sie mir, dass Sie nach Erlebnissen suchen, bei denen Sie sich geliebt, geborgen, selbstbewusst, in sich ruhend, dankbar, voller Freude....... gefühlt haben? Wenn Sie sich für das neue Jahr ein oder mehrere Ziele vornehmen möchten, dann finden Sie in meinem Artikel Sylvester - Gute Vorsätze erfolgreich umsetzen Strategien, damit es nicht bei den Vorsätzen bleibt.

Ich wünsche Ihnen schöne Festtage, einen guten Start ins neue Jahr und viele positive Erfahrungen im Jahr 2011.

Ihre Miss Psycho

Montag, 13. Dezember 2010

Sich selbst lieben – zu viel des Guten?

Hallo zusammen,
eines der wichtigsten Themen in meiner therapeutischen Arbeit ist das Thema Selbstannahme bzw. Selbstliebe. Gleichzeitig begegnen viele Menschen dem Wort Selbstliebe mit einem gewissen Widerstand oder sogar mit totaler Abwehr. Für sie klingt Selbstliebe nach Arroganz, Egozentrik, Egoismus, etc. Ihr Bild von Menschen, die sich selbst lieben, ist negativ gezeichnet: Vor lauter Selbstvergötterung und Überheblichkeit, so glauben sie, sehen diese Menschen nur sich und ihre Bedürfnisse. Sie machten andere Menschen klein und missachteten deren Wünsche und Bedürfnisse. Von Reflexion und kritischer Infragestellung des eigenen Denkens und Handelns gäbe es bei ihnen keine Spur.

Zugegeben, wenn Selbstliebe wirklich all diese negativen Dinge bedeuten würde, dann wäre es auch nicht erstrebenswert, zu lernen, sich selbst (mehr) zu lieben. Doch in Wirklichkeit können wir Selbstliebe mit der Liebe zu einem anderen Menschen, zu einem Partner oder Kind vergleichen. Selbstliebe hat in keiner Weise mit Egozentrik und Arroganz zu tun. Ausgehend davon, dass wir uns selbst mit Stärken und Schwächen zumindest annehmen oder sogar lieben, können wir auch andere Menschen leichter bedingungslos annehmen oder lieben. Wenn wir uns selbst lieben, dann haben wir uns gegenüber eine vertrauensvolle und liebevolle Haltung und denken aber auch gleichzeitig über die Auswirkungen unseres Denkens und Verhaltens auf andere nach. Mehr über die Vorteile der Selbstliebe finden Sie in dem Artikel Die positiven Seiten der Selbstliebe.

Gehören Sie zu den Menschen, die sich wesentlich schneller kritisieren als sich loben und annehmen? Dann schauen Sie einmal in die 7 Tipps für mehr Selbstliebe.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich in Zukunft ein guter Freund sein können bzw. ein guter Freund bleiben.

Ihre Miss Psycho

Samstag, 4. Dezember 2010

Mal ein ganz anderer Online Adventskalender

Hallo zusammen,
schon in entspannter, weihnachtlicher Stimmung oder eher gestresst und angespannt?
Wenn ihr unter Druck steht und euch nach Streicheleinheiten für die Seele und eine Auszeit sehnt, dann habe ich etwas für euch.
Schaut mal in den Online Adventskalender hinein. Dort findet ihr kleine Video-Filme, die der Seele schmeicheln, zum Schmunzeln anregen, zum Mitmachen motivieren, neue Denkanstöße geben, und, und, und......

Ich wünsche euch viel Spaß dabei.

Eure Miss Psycho

Montag, 29. November 2010

Wie Sie das Beste aus dem Ruhestand machen

Hallo zusammen,
mit dem Ende unserer Berufstätigkeit ist es wie mit einer Erkrankung. Erst wenn wir sie haben, bemerken wir richtig, wie wichtig unsere Gesundheit bzw. Arbeit für uns war.

Unsere Arbeit bestimmt, unabhängig davon, ob sie uns ausfüllt und Spaß macht oder ob wir sie nur gezwungenermaßen auf uns nehmen, unser Leben ganz wesentlich. Beispielsweise bestimmt sie unseren Tagesablauf, wie viel Freizeit wir haben, einen Teil unserer Kontakte, unsere Kleidung, unsere Stimmung und unser Selbstwertgefühl.

Nach unserer Berentung haben wir die Freiheit, uns in diesen Bereichen neu zu entscheiden. Sind wir es aber nicht gewohnt, uns z.B. unseren Tagesablauf selbst einzuteilen oder Kontakte zu fremden Menschen zu knüpfen, dann sind wir gefährdet, erst einmal in ein Loch zu fallen. Wir wissen, was wir nicht mehr haben, aber noch nicht, welche neuen Gewohnheiten wir wie entwickeln wollen.

Unser Ruhestand kann sowohl eine Chance als auch ein Problem für uns werden. Am besten ist es, wenn wir uns zumindest bereits in den letzten Jahren unserer Berufstätigkeit schon darauf vorbereiten. So hilft es uns, wenn wir z.B. bereits ein Hobby haben, das wir nur noch auszubauen brauchen, oder einen Plan, wo wir uns ehrenamtlich engagieren wollen. Ein Freundeskreis, den wir jahrelang gepflegt haben oder den wir wieder aktivieren können, kann unser Bedürfnis nach Austausch und gemeinsamen Spaß befriedigen. Manche Firmen und auch Volkshochschulen bieten auch Seminare und Vorbereitungskurse auf den Ruhestand an.

Wenn Sie bereits im Rentenstand oder kurz davor sind, dann habe ich für Sie eine Liste mit den wichtigsten Fragen zum Ruhestand zusammengestellt, die Ihnen dabei helfen können, Ihren neuen Lebensabschnitt auch zu genießen bzw. als Bereicherung zu erleben.

So, das wäre für heute alles,

Ihre Miss Psycho

Montag, 22. November 2010

Pappa ante portas – unser Partner geht in Ruhestand

Hallo zusammen,
einen kleinen Vorgeschmack auf den Ruhestand haben Sie vielleicht schon in der Urlaubszeit bekommen – dann wenn Sie und Ihr Partner den Urlaub zuhause verbracht haben. Wenn der Ruhestand dann eintritt und Sie und Ihr Partner gemeinsam zuhause sind, dann könnten sich bei Ihnen vielleicht auch Szenen wie im Film von Loriot "Pappa ante portas" abspielen – mit dem Unterschied, dass Sie darüber vielleicht nicht so herzhaft lachen können.

Der Beginn des Ruhestandes ist gewöhnlich eine große Herausforderung für unsere Partnerschaft – übrigens auch dann, wenn wir uns wirklich darauf freuen, endlich mehr Zeit mit unserem Partner verbringen zu können. Der Grund dafür ist, dass wir uns in ganz vielen Bereichen umstellen müssen bzw. wollen – beispielsweise im Umgang mit der Zeit, in den Zuständigkeitsbereichen, in unseren Erwartungen an unseren Partner oder in unserer Tagesgestaltung. Und da wir mit unserem Partner zusammen leben, betreffen ihn auch unsere Veränderungen. Daneben hat er auch seine eigenen Ideen, die nicht immer zu unseren passen müssen. So stellt er sich den Ruhestand vielleicht so vor, dass er mehr Zeit mit seinen Freunden verbringt, während wir sie mit ihm verbringen möchten. Oder er möchte nun, dass sich alles um seine Tagesplanung herum gruppiert, während wir unser gewohntes Programm beibehalten wollen.

Haben wir die Bestätigung bisher immer aus unserem beruflichen Engagement bezogen, können wir auch erst einmal in eine Sinnkrise geraten, die sich dann in Gereiztheit gegenüber dem Partner oder einem Rückzug von ihm niederschlagen kann. Als Partner fühlen wir uns dann vielleicht hilflos oder zu Unrecht angegriffen. Wir machen Vorwürfe oder ziehen uns ebenfalls zurück. So kann es zu einer ernsthaften Krise in unserer Partnerschaft kommen.

Wenn Sie gerade an einem solchen Punkt sind oder verhindern wollen, dass es in Ihrer Partnerschaft so weit kommt, dann schauen Sie sich einmal die Strategien an, wie Sie Konflikte im Ruhestand vermeiden oder lösen können.

Übrigens ...
Schauen Sie mal in den Artikel über die Altersvorsorge. Finanziell für das Alter vorsorgen ist sicher wichtig. Genauso wichtig ist jedoch die psychologische Altersvorsorge. Darum geht es in dem Artikel über die Altersvorsorge.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie und Ihr Partner den Ruhestand nach ihren Vorstellungen gestalten und gemeinsam genießen können.

Ihre Miss Psycho

Montag, 15. November 2010

Ein Freund, ein guter Freund

Hallo zusammen,
„ Ein Freund, ein guter Freund, das ist das Beste was es gibt auf der Welt.
Ein Freund bleibt immer Freund, und wenn die ganze Welt zusammenfällt...“ – so trällern es 1930 Rühmann und co. in dem Film .

Dieser Film spricht die Sehnsucht der meisten von uns nach einer tiefen und festen Freundschaft an. Doch eine Freundschaft können wir uns weder kaufen, noch können wir sie von anderen fordern. Freundschaften müssen von dem ersten Kennenlernen bis zur festen Freundschaft wachsen. Sich auf einen anderen Menschen einzulassen, ist immer auch mit dem Risiko verbunden, enttäuscht zu werden.

Warum haben manche von uns einen oder mehrere feste Freunde bzw. eine oder mehrere feste Freundinnen und andere sind ihr Leben lang auf der Suche und fühlen sich einsam?

Auf diese Frage gibt es viele Antworten. Beispielsweise:

- Wir haben Angst vor Menschen und nehmen erst gar keinen Kontakt auf.
- Wir haben schlechte Erfahrungen mit anderen Menschen gemacht und misstrauen deshalb generell neuen Bekannten.
- Wir stellen zu hohe Erwartungen an andere und sind dann zwangsläufig enttäuscht von unseren Freunden.
- Uns fehlen die sozialen Fähigkeiten, um eine Freundschaft aufrecht zu erhalten. Z.B. können wir nicht mit Kritik umgehen, unsere Wünsche oder Gefühle nicht oder nicht angemessen äußern, halten Absprachen nicht ein oder können uns nicht in unsere Freunde hineinversetzen.
- Wir setzen andere Prioritäten, z.B. investieren wir unsere Zeit in unsere Karriere, sodass wir unsere Freundschaften nicht pflegen können.
- Wir glauben, keinen Freund verdient zu haben bzw. einem Freund nicht genügend bieten zu können.

Eine Freundschaft muss ebenso gepflegt werden wie eine Partnerschaft. Unsere Freunde wollen sich von uns in ihren Sichtweisen, Gefühlen und Bedürfnissen geachtet, von uns gemocht und unterstützt fühlen. Außerdem wünschen sie sich auch, dass wir ihnen vertrauen und uns öffnen. Wie Sie Freundschaften finden und pflegen können, das können Sie in meinem Artikel Freunde finden nachlesen.

Ich wünsche Ihnen einen Freundeskreis, von dem Sie sich geliebt und unterstützt fühlen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 8. November 2010

Das hat mich sehr verletzt

Hallo zusammen,

Sich verletzt zu fühlen, ist ein sehr schmerzliches Gefühl. Bereits das Wörtchen „verletzt“, das wir auch bei einer körperlichen Wunde einsetzen, beschreibt, dass uns etwas quasi unter die Haut geht. Wie ein giftiger Pfeil trifft uns ein bestimmter Satz oder ein bestimmtes Verhalten, das von einer anderen Person ausgeht. Manchmal reagieren wir zunächst einmal vollkommen sprachlos und sind wie gelähmt. Später fallen uns dann erst gute Argumente und die passende Reaktion ein. Manchmal schießen wir aber auch gleich zurück. Häufig ziehen wir uns dann aber auch generell von diesem Menschen zurück.

Wenn wir uns gekränkt fühlen, dann fühlen wir uns als Opfer. Ein anderer erfüllt unsere Erwartungen nicht oder verhält sich nicht entsprechend unserer moralischen Vorstellungen. Wir sehen in seinem Worten oder in seinem Verhalten einen Angriff auf unsere Person und sind sozusagen in unseren Grundfesten erschüttert. Beschreiben tun wir unseren Zustand z.B. mit Sätzen wie „Er hat mich gedemütigt und bloßgestellt.“ oder „Das hat mein Herz gebrochen.“

In Wirklichkeit sind wir jedoch nicht so hilflos, wie wir uns fühlen. Okay, Menschen, die uns verletzen (wollen), werden immer einmal wieder unseren Weg kreuzen. Doch wir können im Vorfeld dafür sorgen, dass wir ein stabiles Selbstwertgefühl haben und im Gleichgewicht sind. Dann kann uns ein möglicher Angriff schon einmal gar nicht so viel anhaben. Außerdem können wir lernen, zwischen der Meinung bzw. dem Verhalten einer anderen Person und uns zu trennen. Und manchmal entsteht unsere Kränkung allein dadurch, dass wir etwas einfach missverstehen und in den falschen Hals bekommen. Dann hilft es uns z.B. nachzufragen und unsere Fehleinschätzung zu korrigieren.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die ein eher „dünnes Fell“ haben? Wollen Sie Ihre Abwehrkräfte gegen seelische Verletzungen stärken? Dann schauen Sie einmal in meinen Artikel zum Thema Kränkungen.

Eine umfangreiche Sammlung von Strategien, sich weniger schnell, weniger stark und weniger lange gekränkt zu fühlen, finden Sie in meinem Ratgeber Ab heute kränkt mich niemand mehr. Dort finden Sie auch Tipps, wie Sie chronischen Kritikern begegnen und alte Kränkungen loslassen können.

Ich wünsche Ihnen die Kraft, im inneren Gleichgewicht zu bleiben bzw. es schnell wieder zu finden.

Ihre Miss Psycho

Montag, 18. Oktober 2010

Ziele – warum wir nicht immer am Ziel ankommen

Hallo zusammen,
gehören Sie zu den Menschen, die sich erst gar nichts mehr vornehmen, weil sie die Erfahrung gemacht haben, dass sie es doch nicht erreichen? Haben Sie den Glauben in Ihre Kraft verloren, durchhalten zu können?
Dann sind Ihre Zweifel zwar auf Ihre Erfahrungen mit sich begründet, aber sie sagen nichts über die Wirklichkeit aus. Jeder gesunde, denk- und lernfähige Mensch ist in der Lage, sich Ziele zu setzen und sie auch zu verwirklichen. Doch müssen Ziele, um sie erreichen zu können, ganz bestimmten Prinzipien folgen.

Ziele drohen z.B. leicht zu scheitern, wenn sie unrealistisch hoch oder ungenau sind, wenn wir zur Zielerreichung auf andere Menschen angewiesen sind oder nicht wissen, auf welchen Wegen wir sie erreichen können. Schwer machen wir es uns auch, unsere Ziele zu erreichen, wenn sie gar nicht unseren Bedürfnissen entsprechen, sondern wir diese von anderen übernommen haben. Und natürlich tun wir uns schwer, uns weiter in Richtung Ziel zu bewegen, wenn wir bei den kleinsten Schwierigkeiten beginnen, an unseren Fähigkeiten zu zweifeln.

Wollen Sie wissen, was Sie tun können, um Ihren „Biss“ und Ihr Durchhaltevermögen zu stärken? Wollen Sie in Zukunft gerne erfolgreich Ihre Ziele verwirklichen und sich danach lobend auf die Schulter klopfen? Dann finden Sie in meinem Artikel Ziele erreichen hilfreiche Tipps und Denkanstöße.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg dabei, Ihre Träume und Ziele zu verwirklichen. Ihre Willenskraft ist stärker, als Sie denken. Sie müssen Ihre Willenskraft lediglich richtig „ankurbeln“ und einsetzen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 11. Oktober 2010

Was du heute kannst besorgen

Hallo zusammen,

auch schon mal ein dringendes Telefongespräch aufgeschoben oder die Steuerklärung bis zum letztmöglichen Termin vertagt? Dann sitzen wir im gleichen Boot. Auch ich höre manchmal auf meine Unlustgefühle und schiebe eine Arbeit, die ich erledigen muss, auf die lange Bank. Zunächst bin ich dann auch sehr erleichtert, aber mit der Zeit wird doch die nagende Stimme immer lauter, die mir erzählt, dass ich jetzt dringend die Angelegenheit erledigen müsste und nicht mehr länger aufschieben dürfte.

Aufschieben – für viele Menschen eine schlechte Angewohnheit, die es auszumerzen gilt. Doch ich sehe die Aufschieberei nicht immer negativ. Manches Mal, und diese Erfahrung haben Sie vielleicht auch schon gemacht, löst sich das Problem von ganz alleine, wenn man nur ein wenig zuwartet.

Meiner Ansicht nach gilt es abzuwägen, wie wichtig die zu erledigende Arbeit für uns ist. Schaden wir z.B. unserem Körper oder unserer Partnerschaft oder riskieren wir unsere Beförderung, dann ist das Aufschieben an dieser Stelle eine schädliche Verhaltensweise. Spielt es keine Rolle, ob ich mich heute oder morgen dranmache, können wir uns auch den Luxus erlauben, aufzuschieben. Dann sollten wir aber auch die Zwischenzeit wirklich genießen, statt uns ein schlechtes Gewissen zu machen.

Allerdings gibt es Menschen, die diesen Freiraum nicht für sich nutzen können. Sie haben im Augenblick nicht die Entscheidungsfreiheit, ob sie eine Aufgabe in Angriff nehmen oder liegen lassen. Sie gehören zu den chronischen Aufschiebern.

Wenn Sie neugierig sind, dann prüfen Sie im dem Psychotest zum Aufschieben doch einmal für sich nach, wo Sie stehen.

Menschen, die wichtige Arbeiten grundsätzlich aufschieben und dann nie oder aufgrund des Zeitdrucks nur ungenügend zu Ende bringen, schieben gewöhnlich nicht aus purer Faulheit oder zu geringer Willenskraft auf. Sie haben ganz bestimmte Gründe, weshalb sie aufschieben. Beispielsweise haben sie eine geringe Frustrationstoleranz, Angst vor Ablehnung oder wollen alles immer perfekt machen. Im Grunde genommen ist das Aufschieben das kleinere Übel für sie. , ist eine ihrer Devisen. Da ist es dann auch nicht getan, sich nur vorzunehmen, sich beim nächsten Mal gleich an die Arbeit zu machen. Es bedeutet, dass sie das Aufschieben erst überwinden können, wenn sie die dahinter liegenden Ursachen beseitigt haben.

Möchten Sie auch gerne etwas an Ihrer Gewohnheit, Arbeiten aufzuschieben, verändern? Wollen Sie auch mehr Freiheiten haben, zu entscheiden, wann Sie aufschieben und wann nicht?

Dann habe ich für Sie konkrete Strategien, wie Sie das Aufschieben überwinden können, zusammengestellt.

Und schieben Sie es nicht auf, mal auf der Seite vorbeischauen!
Lassen Sie es mich wissen, wie Sie sich zum Arbeitsbeginn oder zum Aufschieben motivieren.

Alles Gute

Ihre Miss Psycho

Montag, 4. Oktober 2010

Gut ist nicht gut genug ... Der Anspruch, perfekt zu sein

Hallo zusammen,
haben Sie sich auch schon dabei ertappt, sich einfach nicht zwischen verschiedenen Alternativen entscheiden zu können – aus Angst, die falsche Entscheidung zu treffen? Gehen Ihnen bereits kleine Fehler tagelang nicht aus dem Kopf? Neigen Sie dazu, sich einen Erfolg kaputt zu machen, indem Sie überlegen, was Sie NOCH besser machen könnten?

Dann könnte es gut sein, dass Sie zu den eingefleischten Perfektionisten gehören. Machen Sie doch einfach mal den Perfektionismus-Test, um herauszufinden, wo Sie stehen.

Falls Sie die Neigung zum Perfektionismus haben, dann fragen Sie sich vielleicht, was denn Schlechtes daran sei.

Nun, Perfektionismus gibt es in drei Ausprägungen.
-  das angemessene Streben nach Perfektion:
Wir bemühen uns, unser Bestes zu geben, akzeptieren aber, dass Fehler und Misserfolge zum Leben gehören. Je nach Situation entscheiden wir, welche Maßstäbe wir ansetzen. Unser Selbstwertgefühl machen wir nicht davon abhängig, wie gut unsere Leistung war.

-  das übertriebene Streben nach Perfektion:
Wir fordern von uns und anderen immer die optimale Leistung. Fehler und Misserfolge können wir nicht akzeptieren. Folgen können z.B. Selbstwertprobleme, Depressionen, Burnout , Suchtprobleme oder Probleme mit unserem Umfeld sein.

-  das fehlende Streben nach Perfektion:          
Wir haben keinen hohen Anspruch an uns und andere. Unser Ziel ist es nicht, voranzukommen und uns zu verbessern.

Das Streben, unser Bestes zu geben, ist nicht generell schlecht. Es kann uns helfen, unsere Talente zu entfalten und uns weiterzuentwickeln. Wir müssen gar nicht entscheiden, ob wir einen bestimmten Leistungsanspruch haben oder ob uns unser Ergebnis einfach immer „wurscht“ ist. Es gibt einen Mittelweg.

Lediglich das übertriebene Perfektionsstreben ist also problematisch.
Wenn Sie für sich entscheiden möchten, in Zukunft diesen Mittelweg zu gehen, dann habe ich Ihnen einige Strategien zur Überwindung von Perfektionismus zusammengestellt.

Und wichtig, verlangen Sie nicht von sich, diese Strategien perfekt umzusetzen ....

Ihre Miss Psycho

Dienstag, 28. September 2010

Wenn ein geliebter Mensch sich das Leben genommen hat

Hallo zusammen,
wenn wir einen Menschen, den wir lieben, durch den Tod verlieren, dann ist das für uns gewöhnlich zunächst einmal unfassbar. Noch unbegreiflicher ist es jedoch, wenn dieser Mensch entschieden hat, freiwillig aus dem Leben zu scheiden.

Wir bleiben nach dem Suizid eines geliebten Menschen fassungslos und hilflos zurück. Haben wir den ersten Schock überwunden, können unsere Gefühle sehr zwiespältig sein. Einerseits leiden wir unter dem großen Verlust, andererseits sind wir wütend, dass dieser Mensch uns dieses Leid angetan hat. Dann verbieten wir uns aber auch wiederum unsere Wut, denn auf einen verstorbenen Menschen wollen wir nicht wütend sein. Einerseits quälen uns Schuldgefühle, die Anzeichen für den drohenden Selbstmord übersehen zu haben. Andererseits werfen wir dem Verstorbenen vor, uns keine Chance gegeben zu haben, ihm zu helfen. Unser ganzes Leben ist durch seinen Freitod aus dem Fugen geraten und es wird auch niemals wieder so werden, wie es vorher war.

Noch belastender wird der Suizid für uns, wenn der Betroffene lange Zeit vermisst wird, wenn wir polizeiliche Ermittlungen über uns ergehen lassen müssen, vielleicht sogar verdächtigt werden, unseren Angehörigen umgebracht zu haben, oder wenn wir seinen verunstalteten Körper identifizieren müssen.

Wenn Sie gerade mit einem solch traumatischen Ereignis konfrontiert wurden, dann habe ich für Sie in meinem Artikel <Wie mit dem Selbstmord eines Angehörigen umgehen> einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit

Ihre Miss Psycho

Montag, 13. September 2010

In großer Runde und trotzdem einsam

Hallo zusammen,
haben Sie sich schon einmal in einer großen Runde befunden und sich gleichzeitig gefragt, was Sie hier eigentlich sollen. Ringsherum um Sie tobte das pralle Leben, man diskutierte, scherzte, lachte und Sie fühlten sich ausgeschlossen und nicht zugehörig. Obwohl Sie keinesfalls alleine waren, hatten Sie dass Gefühl, für niemanden interessant und wichtig zu sein.

Nun, wenn Sie ein gutes Selbstwertgefühl haben, dann wird dieses Einsamkeitsgefühl wie ein leichter Regen nur so an Ihnen vorbeirauschen. Vielleicht schaffen Sie es sogar, in einer solchen Situation Ihre Einsamkeit einfach nur zu registrieren und interessiert zu beobachten. Vielleicht denken Sie: „Ach, das ist ja interessant, dass mir der Gedanke kommt, ich sei nicht interessant genug.“

Anders wird es Ihnen hingegen ergehen, wenn Sie, schon seit Sie denken können, fest davon überzeugt sind, dass mit Ihnen etwas nicht stimme und Sie tatsächlich ablehnenswert seien. Dann werden die Menschen, die Sie in der großen Runde nicht besonders wahrnehmen und sich nicht mit Ihnen befassen, in die alte Wunde bohren. Ihr momentanes Desinteresse wird für Sie nur wieder einmal eine Bestätigung dafür sein, dass Sie uninteressant und nicht liebenswert sind.

Merken Sie, worauf ich hinaus will?

Auch wenn die meisten von uns das Bedürfnis haben, von anderen beachtet und geschätzt zu werden, können wir es aushalten, nicht der oder die Nr.1 zu sein, um die sich alles dreht. Es gibt eben nicht nur die Menschen, um die sich andere scharen. Es muss auch solche geben, die unbemerkt mitlaufen. Einsamkeitsgefühle entstehen dann, wenn wir daraus ableiten, dass wir nicht liebenswert sind.

Der Ausweg aus unseren Einsamkeitsgefühlen könnte so aussehen, dass wir uns annehmen, wie wir sind, und unsere Selbstliebe nicht von der Zuwendung anderer abhängig machen. Mehr darüber finden Sie in meinem Artikel Einsamkeit überwinden und in meinem Buch zum Thema.
Ich wünsche Ihnen, dass Sie sich liebenswert und mit anderen verbunden fühlen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 6. September 2010

Selbstmord – in meiner Familie wird das nicht passieren

Hallo zusammen,
immer einmal wieder werden wir mit der Nachricht konfrontiert, dass eine bekannte Persönlichkeit Selbstmord begangen hat. Vielleicht erschüttert es uns und wir nehmen uns vor, sorgsam mit unseren Angehörigen und Freunden umzugehen und besonders auf ihre Äußerungen zu achten. Oder aber wir tun diese Meldung ab und wiegen uns in der Sicherheit, dass es in unserer Familie noch nie einen Selbstmord gegeben hat und auch niemals geben wird. Vielleicht sind wir auch davon überzeugt, die Alarmsignale eines Menschen, der plant, sich das Leben zu nehmen, auf jeden Fall rechtzeitig erkennen und ihn so vor einem Selbstmord bewahren zu können.

Nun, wenn Sie sich sicher fühlen, dann möchte ich diese Sicherheit ein wenig erschüttern, Ihnen jedoch keine Panik einjagen. Es gibt keine hundertprozentige Garantie dafür, dass sich in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis niemand das Leben nehmen wird. Selbst wenn bisher noch niemand diesen Weg gegangen ist, ist es nicht auszuschließen, dass es irgendwann einmal eine erste Person gibt, die sich selbst tötet. Es gibt auch keine „hundert Prozent sicheren“ Anzeichen, die Sie auf einen bevorstehenden Selbstmord hinweisen könnten.

Zum Selbstmord bzw. Suizid gibt es viele Mythen und Fehlannahmen. Beispielsweise glauben viele, dass man niemand auf Selbstmordgedanken ansprechen dürfe, weil man sie dadurch erst auf die Idee bringen würde. Viele denken auch, dass man einen Menschen, der an Selbstmord denkt, niemals von einem Suizid abhalten könne.

Wenn Sie sich einmal mit den Mythen zum Thema Suizid und den Anzeichen, die auf einen bevorstehenden Selbstmord hinweisen könnten, auseinandersetzen möchten, dann schauen Sie in meinen Artikel Selbstmord-Suizid.Dort finden Sie auch Anlaufstellen, wenn Sie selbst häufiger an Selbsttötung denken.

Selbsttötung kann ein Ausweg aus einer ausweglosen Situation sein. Meist ist die Situation jedoch nicht wirklich aussichtslos, sondern der Betroffene sieht sie lediglich als aussichtslos. Dann ist es wichtig, dass wir ihm Hilfestellungen geben bzw. uns Hilfe holen.

Ihre Miss Psycho

Donnerstag, 19. August 2010

Lob und Komplimente – Ihre Türöffner

Hallo zusammen,
wir alle haben wohl schon erlebt, wie Lob unser Leben verschönern kann. Heute schlüpfen wir in die Rolle des Lobenden.

Gehören Sie zu den Menschen, denen ein Lob leicht über die Lippen kommt, oder sind Sie sparsam bis geizig mit Komplimenten?
Verschaffen Sie sich zunächst einfach einmal einen Überblick, wie häufig Sie am Tage im Durchschnitt loben.

Nun, zu welchem Ergebnis hat Ihre Selbstbeobachtung Sie geführt?
Wenn Sie bemerkt haben, dass Sie nur selten ein Lob in Ihren Mund nehmen, dann begründen Sie dies vielleicht damit, dass es einfach bei den Personen in Ihrem Umfeld nur äußerst selten etwas zu loben gäbe.

Dieses Argument möchte ich an dieser Stelle nicht so stehen lassen. Steht dahinter doch die Annahme, dass man nur ganz bestimmte Verhaltensweisen loben könne. Sie persönlich haben für sich Kriterien entwickelt, anhand derer Sie entscheiden, ob etwas lobenswert ist oder nicht. Und es könnte sein, dass Sie allzu streng dabei vorgehen. Beispielsweise haben Sie sich Regeln ausgedacht wie etwa: „Nur wenn etwas perfekt ist oder perfekt erledigt wurde, kann ich es loben“. „Nur wenn jemand eine außerordentliche Leistung vollbracht hat, die bisher noch niemandem gelungen ist, hat er ein Kompliment von mir verdient.“ Oder Sie haben die blockierende Einstellung: „Wenn man zu viel lobt, dann wird der andere überheblich und gibt sich auch keine Mühe mehr.“ Vielleicht befürchten Sie aber auch, dass der andere denkt, Sie wollten etwas von ihm, wenn Sie ihn loben.

Ob wir gerne und viel loben oder mit einem Lob Gefahren für uns verknüpfen, ist erlernt. Generell gilt: Wenn es uns leicht fällt, uns selbst zu loben und Lob anzunehmen, dann tun wir uns auch leichter damit, anderen ein Lob zu schenken.

Lob ist ein wichtiger Türöffner. Wenn der andere uns unser Lob als ehrlich abnimmt und sich selbst auch für lobenswert hält, dann fühlt er sich wohl in unserer Nähe. Er ist gerne mit uns zusammen und ist motiviert, sein Bestes zu geben. Er strebt danach, das Lob auch zu verdienen.

Es lohnt sich also für uns, uns die Fähigkeit anzueignen, unsere Mitmenschen mehr zu loben.
Falls Loben bisher noch nicht zu Ihren Stärken gehören sollte, habe ich für Sie einige Punkte zusammengestellt, wie ein „richtiges“ Lob aussehen kann bzw. wie man Komplimente so macht, dass sie ankommen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei, immer wieder etwas an Ihrem Gegenüber zu finden, wofür Sie ihn loben können.

Ihre Miss Psycho

Montag, 9. August 2010

Wie komme ich innerlich zur Ruhe?

Hallo und guten Tag,
wenn ich an inneren Frieden denke, so fällt mir dazu eine Möwe ein, die frei und unbeschwert am blauen Himmel über dem Meer fliegt. Ich verbinde damit Leichtigkeit und gelassene Ruhe. Ganz im Gegensatz dazu stehen die Hektik und der Lärm im Alltag und die beinahe nie enden wollende Flut eigener Gedanken. Gegen das, was von außen auf uns eindringt, können wir oftmals einfach „die Tür schließen“ oder aus der Situation gehen. Schwieriger wird es, wenn wir unseren inneren Gedanken Einhalt gebieten möchten.

Dabei gleicht der Versuch, unseren Gedanken Einhalt gebieten zu wollen, einer Sisyphos-Arbeit. Es gibt keine Möglichkeit, uns unsere Gedanken zu verbieten. Je mehr wir denken; „Ich darf nicht, sollte nicht oder will nicht daran denken“ oder „Ich muss mich jetzt unbedingt entspannen“, umso stärker befassen wir uns mit den Gedanken, die wir nicht denken wollen. Und natürlich werden dann auch unser innerer Druck und die Anspannung stärker. Dann kommt der innere Frieden erst Recht nicht.

Wir müssen also andere Wege beschreiten, um in den Zustand inneren Friedens kommen zu können. Dabei gehen wir am besten so vor, dass wir uns auf den Weg zum Ziel konzentrieren und darauf vertrauen, dass sich dann das innere Gleichgewicht von ganz alleine einstellt. Ein Weg könnte z.B. sein, dass wir uns in Erinnerung rufen, wofür wir dankbar sein können. Wenn uns Dinge einfallen, wofür wir dankbar sind, dann wird sich in unserem Inneren etwas verändern. Vielleicht spüren wir Wärme, Entspannung oder auch Liebe.
Eine andere Strategie könnte sein, Menschen, denen wir grollen, zu verzeihen. Wenn das für Sie ein Schritt zu weit sein sollte, dann versuchen Sie, deren Verhalten für den Augenblick zu akzeptieren.

Neugierig geworden, was Sie tun können, um Ihr inneres Gleichgewicht zu stärken?
Dann habe ich für Sie noch einige weitere Strategien, wie Sie inneren Frieden erlangen können, zusammengestellt.

„Wer in Harmonie mit sich selbst lebt, lebt in Harmonie mit dem Universum.“
Marc Aurel

So wünsche ich Ihnen für die nächste Zeit viele Gelegenheiten, in denen Sie inneren Frieden verspüren können.

Ihre Miss Psycho

Montag, 2. August 2010

Was Sie beim Flirten auf keinen Fall tun sollten

Hallo zusammen,
haben Sie auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass Sie einen Fremden zunächst unheimlich sympathisch fanden, aber nach einer kurzen Zeit des Gesprächs mit ihm nur noch daran denken konnten, wie Sie sich am schnellsten wieder von ihm loseisen können? Der Fremde konnte das, was Sie sich von einem Kontakt mit ihm versprochen hatten, nicht halten.

Der erste Kontakt mit einem Fremden ist wie das Betreten einer Eisfläche. Wir wissen noch nicht, ob uns die Eisfläche trägt, und müssen uns ganz behutsam vortasten.

Fehler können wir bereits machen, bevor wir das Eis betreten bzw. mit einem fremden Menschen flirten. Die Eisfläche ist vielleicht gar nicht begehbar. Unser Gegenüber ist z.B. überhaupt nicht empfangsbereit und reagiert nicht auf unser Flirtangebot. Oder aber wir überschätzen die Tragfähigkeit des Eises und haben nach kurzer Zeit nichts mehr zu sagen.

Wenn wir flirten, wollen wir natürlich alles richtig machen, sodass wir bei unserem Flirtpartner gut ankommen. Aus der Unsicherheit und dem krampfhaften Bemühen um Erfolg heraus können wir gehörig ins Fettnäpfchen treten. So kann es uns passieren, dass wir besonders witzig sein wollen und dabei nur peinlich wirken. Aus Angst vor einem ablehnenden Blick schauen wir vielleicht im Raum umher, was unserem Gegenüber den Eindruck vermittelt, nicht interessant für uns zu sein. Oder aber wir wollen auf gar keinen Fall eine unangenehme Gesprächspause aufkommen lassen und lassen deshalb unseren Flirtpartner erst gar nicht zu Wort kommen. Warum aber sollte dieser dann gerne in unserer Nähe verweilen?

Weitere „sichere“ Wege, das zarte Pflänzchen Sympathie zu zertreten, finden Sie in meinem Artikel, was Sie beim Flirten auf keinen Fall tun sollten.
Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim „Eislaufen“.

Ihre Miss Psycho

Montag, 19. Juli 2010

Erste Hilfe für den Notfall

Hallo zusammen,
waren Sie schon einmal so wütend, dass Sie dem Verursacher Ihres Ärgers völlig unangemessene Schimpfwörter an den Kopf geworfen haben? Haben Sie schon einmal vor lauter Bammel vor einer Situation einfach Reißaus genommen? Oder haben Sie sich nach einem dummen Fehler schon einmal stundenlang Vorwürfe gemacht?

Dann wünschen Sie sich wahrscheinlich, dass Ihnen dies nie mehr passieren wird. Vielleicht haben Sie auch den Vorsatz gefasst, sich in Zukunft mehr zusammen zu nehmen und „vernünftiger“ zu reagieren.

Nun, die Chancen stehen schlecht, dass Sie Ihren Vorsatz erfüllen können. Wir Menschen lassen uns eben manchmal aus dem Gleichgewicht bringen bzw. bringen uns selbst aus dem Gleichgewicht, weil wir Ereignisse negativ sehen.

Diese Angewohnheiten sind aber gewöhnlich kein Grund, gleich zu einem Psychotherapeuten zu gehen. Wir selbst können uns beruhigen, unsere gute Laune zurückgewinnen, uns Fehler verzeihen, mit anderen versöhnen,........ Dazu benötigen wir ganz bestimmte psychologische Strategien. Nicht immer haben wir diese Erste-Hilfe-Strategien in unserem bisherigen Leben jedoch erlernen können.

Deshalb habe ich für Sie für die unterschiedlichsten Situationen und Probleme ein ganzes Bündel an Notfall-Strategien zusammengestellt. Die Strategien sind vergleichbar mit einer Kühlkompresse, die Sie zur Linderung der Schmerzen und der Schwellung auf eine Beule legen. Die Ursachen der Beule kann die Kühlkompresse nicht beseitigen.

Die Erste-Hilfe-Strategien können Ihnen jedoch dabei helfen, sich zunächst einmal ein wenig zu beruhigen. Aus größerer Gelassenheit heraus wird es Ihnen leichter fallen, eine kluge Entscheidung zu treffen bzw. eine gute Lösung für das Problem zu finden. Es stehen genügend unterschiedliche Strategien zur Auswahl, sodass Sie sicher auch die passende für sich finden können.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei, neue Strategien auszuprobieren.

Ihre Miss Psycho

Altersvorsorge mal anders

Hallo zusammen

haben Sie schon für das Alter finanziell vorgesorgt? Vermutlich, ist ja auch sinnvoll und wichtig. Schließlich will man im Alter finanziell nicht schlechter gestellt sein.

Doch was nützt ein finanzielles Polster, wenn wir seelisch schlecht drauf sind, wenn es uns gesundheitlich schlecht geht und wir voller Grauen dem Älterwerden entgegensehen?

Deshalb möchte ich Ihnen eine andere Art der Altersvorsorge vorstellen - eine psychologische Altersvorsorge. Diese kann Ihnen helfen, emotional und gesund alt zu werden und das Alter zu genießen.

Mc Arthur - ein ehemaliger britischer General sagte einmal:
Man wird nicht alt, weil man eine gewisse Anzahl Jahre gelebt hat. Man wird alt, wenn man seine Ideale aufgibt. Die Jahre zeichnen die Haut - Ideale aufgeben aber zeichnet die Seele. Jung ist, wer noch staunen und sich begeistern kann. Ihr seid so jung wie euer Glaube und eure Hoffnung und so alt wie eure Zweifel und eure Niedergeschlagenheit.

Lassen Sie sich inspirieren und sagen mir, was Sie über meine psychologische Altersvorsorge denken.

Alles Gute

Ihre Miss Psycho

Montag, 12. Juli 2010

Was, wenn wir „zu sehr“ lieben?

Hallo zusammen,
wahrscheinlich gibt es in Ihrem Freundeskreis auch die unterschiedlichsten Konstellationen von Partnerschaften. Da gibt es vielleicht Paare, bei denen jeder so seinen Weg geht und Sie sich wundern, was die beiden noch zusammenhält. Und vielleicht gibt es auch Paare, die von in Ihren Augen „abgöttischer Liebe zueinander“ geprägt sind.

Halten wir uns an die Märchen und alten amerikanischen Filme, dann gilt es als Beweis für die wahre Liebe, wenn man sich für seinen Partner aufopfert oder für ihn gar sein Leben gibt. „Mit seinem Partner zusammen zu sterben“, ist für viele Menschen ein Wunschtraum. Äußerungen wie „Ich bin ohne dich nichts“ oder „Für dich tue ich alles“ gehören zu unserer Vorstellung von romantischer Liebe, die in unzähligen Liedern und Gedichten beschrieben und besungen wird.

Doch bedeutet wahre Liebe, dass wir uns wirklich total zurücknehmen müssen und ohne unseren Partner nicht weiterleben können/dürfen?
Meiner Meinung nach sind unser Leben und unsere Bedürfnisse ebenso wichtig und schützenswert wie die unseres Partners. Liebe muss sich nicht darin äußern, dass wir vollkommen mit unserem Partner verschmelzen.

Und es gibt auch so etwas wie „zu sehr“ lieben. Vor vielen Jahren gab es mal einen Bestseller mit dem Titel „Wenn Frauen zu sehr lieben..“, an den Sie sich vielleicht auch noch erinnern. Die Autorin beschrieb darin die Ursachen, Symptome und die Überwindung der Beziehungs- oder Liebessucht. Menschen mit einer Beziehungssucht sind süchtig nach menschlicher Nähe. Sie haben ein geringes Selbstwertgefühl, geben sich auf, nur um ein bisschen Zuwendung zu erhalten, und verharren in einer schädlichen Partnerschaft. Sogar Demütigungen und körperliche Gewalt werden in Kauf genommen.
Betroffene benötigen gewöhnlich eine lange Zeit, bis sie erkennen können, dass dies keine Liebe ist. Manche Betroffene aber schlagen Warnungen von Freunden in den Wind, ziehen sich vielleicht sogar ganz von ihnen zurück und verschließen ihre Augen vor den Tatsachen. Depressionen, Ängste, der Flucht in die Sucht oder körperliche Beschwerden können die Folgen sein.

Neugierig geworden, wie man die Beziehungssucht von wahrer Liebe unterscheidet? Über Symptome, Ursachen und Wege aus der Beziehungssucht habe ich einen ausführlichen Artikel für Sie geschrieben.

Ich wünsche Ihnen eine Partnerschaft mit gegenseitiger Achtung und Vertrauen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 5. Juli 2010

Lebensfreude-Tipps für das ganze Jahr

Hallo zusammen,

auch wenn für Sie im Augenblick vielleicht erst einmal der Sommerurlaub vor der Tür stehen mag, für Verlage, die Kalender herausbringen, ist das Jahr 2011 praktisch schon gelaufen.
So gibt es auch den Lebensfreude-Kalender 2011, den ich seit vielen Jahren mit meinem Mann zusammen verfasse, ab sofort schon im Buchhandel und bei Amazon. Wenn Sie neugierig sind, welche Sprüche er dieses Mal anzubieten hat, so können Sie bereits in ihm stöbern. Und natürlich finden auch dieses Jahr wieder exklusiv alle Käufer des Lebensfreude-Kalenders im Lebensfreude Club zusätzliche Tipps, wie man den Alltag positiver gestalten kann.
Wenn Sie sich mit anderen Kunden über die Sprüche des Kalenders austauschen möchten, dann besuchen Sie das Lebensfreude Forum.
Ganz besonders freuen wir uns darüber, dass unser Kalender bereits zum zweiten Mal in Folge der meistgekaufte Kalender Deutschlands ist. Falls Sie auch zu unseren Kalenderkunden gehören, herzlichen Dank für Ihre Wahl.

Es gibt in diesem Jahr außerdem eine Premiere. In Kooperation mit dem DuMont Kalenderverlag und der Edition Panorama erscheinen drei weitere Kalender mit unseren positiven Denkanstößen: der Lebensfreude-Inspirationen Kalender 2011: ein Wandkalender mit wunderschönen Blumenfotographien, der Lebensfreude Wandnotizkalender 2011 und der Lebensfreude Taschenkalender (Timer) 2011. Unter den Geschenktipps finden Sie alle Kalender abgebildet und ausführlich beschrieben.

Für jeden, der sich für das Jahr 2011 vornimmt, bewusster und zufriedener zu leben, ist also ein Kalender dabei.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Sommer- bzw. Urlaubszeit.

Ihre Miss Psycho

Montag, 21. Juni 2010

Ich habe leider keine Zeit, ich muss arbeiten – Wenn die Arbeit zur Sucht wird

Hallo zusammen,

„Ich muss arbeiten, hab leider keine Zeit“ – sind diese Worte auch schon einmal oder sogar sehr häufig aus Ihrem Mund gekommen? Oder gibt es jemanden in Ihrem Umfeld, der sich mit diesen Worten immer wieder aus familiären Verpflichtungen und gemeinsamen Aktivitäten ausklinkt?

Sich zeitweise wegen eines ganz bestimmten Projektes oder wegen der Gründung der eigenen Firma ganz auf die Arbeit zu konzentrieren, dagegen ist nichts einzuwenden. Im Gegenteil, an dieser Stelle ist es vielleicht sogar notwendig, der Arbeit den Vorrang zu geben und Nachtschichten und Wochenendarbeit einzulegen. Nur so können wir das Projekt vorantreiben oder die Firma schnellstmöglich auf solide Beine stellen.

Auf Dauer gesehen ist es jedoch schädlich, sich keine Freizeit zu gönnen und die Freunde, Vergnügen, Genuss und die Gesundheit zu vernachlässigen. Unser Körper ist so konstruiert, dass er immer wieder Ruhephasen braucht, um Höchstleistung zu vollbringen.
Aber wenn wir so in unserem Trott sind, kann es passieren, dass wir gar nicht bemerken, wie sehr wir uns in die Arbeit stürzen. Zarte Hinweise bezüglich unserer Arbeitswut von unserem Partner oder aus dem Freundeskreis tun wir vielleicht damit ab, dass uns die Arbeit schließlich Spaß macht oder wir jederzeit aufhören könnten. Vielleicht reden wir uns auch ein, dass wir die Arbeit machen MÜSSEN, sonst.........Und schließlich kann es ja auch durchaus belohnend für uns sein, den Erfolg für unseren überdurchschnittlichen Einsatz einzuheimsen, vor den Kollegen als Vorbild dazustehen und als ehrgeizig und engagiert zu gelten.

Langfristig zahlen wir aber trotz aller möglicher Belohnungen für unsere Arbeitssucht einen Preis. So kann uns die Konzentration auf die Arbeit unsere Partnerschaft, unsere körperliche oder seelische Gesundheit kosten. Burnout, Depressionen, chronische Schmerzen, ein Herzinfarkt......können uns am Ende erwarten.

Grund genug, mal ganz bewusst einen Blick auf sein Arbeitsverhalten zu werfen?
Wie sieht es bei Ihnen aus? Wie halten Sie es mit dem Verhältnis von Arbeit zur Freizeit? Schauen Sie sich mal den Psychotest Arbeitssucht an.

Und wenn Sie möglicherweise bei sich Hinweise auf einen gestörten Umgang mit der Arbeit entdecken, finden Sie hier erste Hilfestellungen zur Arbeitssucht.

Möglicherweise befinden Sie aber auch auf der anderen Seite – Sie haben einen Partner, dessen wichtigster „Partner“ die Arbeit ist. Dann kämpfen Sie vielleicht mit allen Mitteln – Verständnis, Liebe, Wut, Drohung – darum, Ihren Partner von seinem Suchtverhalten zu befreien. Ich vermute einmal, dass Sie bisher wenige Erfolge verzeichnen konnten. Sie können Ihren Partner leider nicht retten, wenn er es selbst nicht will.

So, heute haben wir uns mit einem sehr ernsten Thema befasst, aber das muss auch manchmal sein. Vielleicht haben Sie Lust, Ihre Erfahrungen dazu mitzuteilen. Wie gelingt es Ihnen, Arbeit und Freizeit in Balance zu halten? Oder warum entscheiden Sie sich, die Arbeit als Ihr Hauptbetätigungsfeld zu nutzen?

Ich wünsche Ihnen, dass Sie es Ihnen gelingt, Ihre Kräfte gut einzuteilen.

Ihre Miss Psycho

Dienstag, 15. Juni 2010

Ich bin eifersüchtig auf die online-Kontakte meines Partners

Hallo zusammen,
sind Sie eingefleischter und überzeugter Web-2.0-User? Gehört die Kommunikation über Facebook, Myspace oder StudiVZ zu Ihrem täglichen Programm? Dann genießen Sie wahrscheinlich, wie schnell und unkompliziert Sie damit Kontakte knüpfen, Freundschaften pflegen und Informationen austauschen können.Vielleicht haben Sie aber auch schon das eine oder andere Mal bemerkt, dass es dabei eine Schattenseite gibt. Vielleicht haben Sie schon einmal entdeckt, dass Ihr Partner heimlich mit einer anderen Frau geflirtet hat. Oder aber Sie haben sich gefragt, weshalb sich so viele Männer auf die Freundschaftsliste Ihrer Partnerin eintragen.

Während wir im wirklichen Leben nur dann, wenn wir mit unserem Partner zusammen sind, mitbekommen, ob er einer Unbekannten Komplimente macht oder mit ihr flirtet, können wir dies nun, wenn wir wollen, täglich verfolgen. Wir brauchen nur in sein Profil zu schauen, und schon können wir vielleicht genügend Anhaltspunkte finden, um misstrauisch und eifersüchtig zu werden. Das Heimtückische dabei ist, dass es meist genügend Spielraum für unsere Spekulationen gibt, denn die Bemerkungen sind gewöhnlich kurz gehalten.

Wenn wir also dazu neigen, eifersüchtig zu reagieren, dann bieten uns die sozialen Netzwerke ein weiteres Tummelfeld. Man bezeichnet die Eifersucht, die in Verbindung mit dem Engagement in sozialen Netzwerken entsteht, auch als „digitale Eifersucht“.

Die Ursachen für die digitale Eifersucht liegen jedoch nicht im internet, sondern sind bei uns selbst zu suchen. Wir halten uns vielleicht für nicht attraktiv genug und bewerten alle Kontakte unseres Partners als mögliche Gefahr für unsere Partnerschaft. Oder aber wir wurden in der Vergangenheit einmal von unserem Partner betrogen und befürchten deshalb, dass es uns nun wieder so ergehen wird.

Unsere Einschätzung, dass das Verhalten, seine Bemerkungen und seine Bilder etwas anderes bedeuten als nur eine unverbindliche Form vom Kommunikation, bringt unsere Eifersuchtsgefühle zum Brodeln. Und weil wir uns dieses Verhalten nicht gefallen lassen wollen, reagieren wir vielleicht mit einem Racheakt, mit Drohung oder mit heftigen Vorwürfen. Nur durch Kontrolle, so glauben wir, die Situation im Griff behalten zu können, und forschen täglich nach weiterem „Fehlverhalten“. Dabei übersehen wir, dass wir dadurch immer eifersüchtiger werden und die Liebe zu unserem Partner immer weiter stirbt. Unser Partner fühlt sich andererseits kontrolliert und vielleicht erst Recht dazu animiert, Verständnis bei seinen Freunden im Netz zu suchen.

Was aber könnte ein Ausweg sein? Ganz dem Netz fern bleiben? Sich vom Partner trennen? Nun, dazwischen gibt es viele weitere Möglichkeiten, wie Sie den möglichen, schädlichen Einfluss des internets auf Ihre Partnerschaft reduzieren können. Schauen Sie einfach mal in meinen Artikel "Digitale Eifersucht".

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit.

Ihre Miss Psycho

Dienstag, 25. Mai 2010

Liebt mich mein Partner wirklich?

Hallo zusammen,
vielleicht haben Sie sich auch schon die Frage gestellt, ob Ihr Partner Sie wirklich liebt. Sie wissen zwar von sich, in welchen Augenblicken Sie Ihren Partner lieben und in welchen Sie ihn am liebsten „zerkrümeln“ würden, aber wie sieht es bei Ihrem Partner aus? Selbst wenn Sie sich nur selten mit ihm streiten, ist dies schließlich kein Beweis für seine Liebe.

Vielleicht haben Sie sich ab und zu auch schon zu der direkten Frage hinreißen lassen „Liebst du mich eigentlich noch?“, aber eine befriedigende Antwort haben Sie wahrscheinlich auch nicht bekommen. Im besten Fall haben Sie Ihrem Partner ein leicht gequältes „Ja, natürlich liebe ich dich noch“ entlocken können. Schlimmstenfalls kam die Reaktion „Du nervst mit deiner ständigen Fragerei“. Manch ein Partner lebt nach der Devise „Bei unserer Heirat habe ich dir gesagt, wie sehr ich dich liebe, nun sage ich dir erst dann wieder etwas dazu, wenn ich dich nicht mehr liebe.“

Zu fragen hilft also wenig bis gar nicht, was aber bleibt Ihnen ansonsten an Möglichkeiten, um herauszufinden, ob Ihr Partner Sie liebt? Vielleicht haben Sie es schon damit versucht, Ihren Partner mit Liebe zu überschütten – in der Hoffnung, dann auch einen Liebesbeweis zu erhalten. Auch Vorwürfe „Für dich bin ich nur noch Luft“ oder „Wenn ich sterben würde, würdest du es auch nicht merken“, fruchteten wenig und vergifteten nur die Atmosphäre.

Worte sind eine Form, Liebesgefühle zum Ausdruck zu bringen. Selbst wenn Ihr Partner Ihnen ab und zu versichert, dass er Sie liebt, muss das nicht unbedingt ein Beweis für seine Liebe sein. Ein Beispiel hierfür sind Heiratsschwindler, die die Macht der Liebesbekundungen perfekt beherrschen, jedoch nur um an das Geld ihrer Partnerinnen zu kommen.

Liebesgefühle lassen sich im Grunde hundertprozentig nur von dem, der die Gefühle verspürt, bestätigen. Sie sind außerdem leicht flüchtig. Ich habe mich ausführlich mit dem Liebesgefühlen befasst - wie sie entstehen und wie sie sich äußern. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, schauen Sie doch mal meinen Artikel "Woran erkenne ich, dass mein Partner mich liebt?" an.

Wenn Sie mehr über die Eigenarten von Liebesgefühlen wissen, dann ist natürlich immer noch nicht Ihre Frage beantwortet, welche Gefühle Ihr Partner Ihnen gegenüber verspürt. Ich möchte Ihnen einen anderen Weg vorschlagen, als nach seinen Gefühlen zu schielen. Werfen Sie einen Blick auf sein Verhalten, denn sein Verhalten Ihnen gegenüber hat mehr Aussagekraft. Zwar können Sie auch aus seinem Verhalten nicht auf seine Gefühle schließen, aber sein Verhalten kann Ihnen langfristig schaden oder Sie unterstützen. Mehr dazu finden Sie in meinem Artikel zu den Signalen der Liebe.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei, Ihre Partnerschaft einmal aus dieser Perspektive anzuschauen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 17. Mai 2010

Stress – unser Feind oder Freund?

„Oh je, heute habe ich wieder Stress. Ich weiß gar nicht, wo mir der Kopf steht.“ Ein solcher Stoßseufzer, da sind wir uns wohl einig, deutet darauf hin, dass wir Stress als unseren Feind ansehen. Stress bezeichnet dabei unsere seelischen und körperlichen Reaktionen auf Anforderungen von innen oder außen. Wir fühlen uns getrieben, ausgeliefert, hilflos, unter Druck, sind gereizt ... Und meist haben die Auslöser, auch als Stressoren bezeichnet, ebenfalls deutliche Auswirkungen auf unseren Körper. Wir reagieren mit Anspannung, Magendruck, Kopf- oder Rückenschmerzen, Durchfall, Schlafproblemen, ...

Wie sieht es bei Ihnen aus, wenn Sie in einem Stresszustand sind? Woran bemerken Sie dies?

Vielleicht geht es Ihnen ähnlich wie mir, wenn ich mich unter Druck und genervt fühle, dann bin ich auch noch ärgerlich darauf, dass ich mich unter Druck fühle. Und dadurch mache ich mir natürlich noch mehr Druck.

Auch wenn wir den Eindruck haben, aller Druck komme von außen – vom Chef, von den Kollegen, dem Partner, den Kindern, den Nachbarn .., tragen wir zumindest einen großen Teil dazu bei. Unser Beitrag besteht z.B. darin, dass wir uns erzählen, was wir heute alles tun „MÜSSEN“. Manchmal verlangen wir von uns sogar die Kontrolle von Dingen, die wir gar nicht kontrollieren können. Manchmal ignorieren wir die Bedürfnisse unseres Körpers, sodass wir uns z.B. zu wenig Schlaf, zu wenig Bewegung, zu wenig Flüssigkeit gönnen oder uns mit fast food ernähren. Die Folge davon ist, dass wir dann nur noch schlecht in der Lage sind, uns auf neue Situationen einzustellen, bzw. wir kommen schneller aus dem Gleichgewicht.

Unsere Stressreaktionen sind in Wirklichkeit nicht unsere Feinde. Sie zeigen an, dass Seele und Körper ihre Arbeit tun. Sie helfen uns, uns an Anforderungen anzupassen. Und sie alarmieren uns auch, zu prüfen, ob wir die Situationen bzw. unsere Einstellungen so ändern können, dass wir leichter, mit weniger Aufwand mit den Situationen klarkommen.

Und damit sind wir bei den Strategien, die Ihnen helfen können, weniger schnell und häufig in einen Stresszustand zu geraten. Ich habe Ihnen hier die wichtigsten Strategien zur Stressbewältigung zusammengestellt.
Wie stark Sie unter Stress stehen, können Sie mit dem Stress Belastbarkeits Test herausfinden.

Und so bleibt mir für heute nur, Ihnen eine Zeit mit möglichst viel positiven Anregungen und wenig negativem Stress zu wünschen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 10. Mai 2010

Wie eine Trennung/Scheidung verkraften?

Hallo zusammen,
auch wenn wir durch die Medien immer wieder mal darüber aufgeklärt werden, dass heutzutage jede dritte Ehe in Deutschland geschieden wird, sind die meisten von uns bei unserer Hochzeit davon überzeugt, dass es uns nicht passieren wird. Wir glauben, uns den richtigen Mann ausgewählt zu haben, um bis ans Lebensende glücklich mit ihm leben zu können. Doch leider kann sich unsere Überzeugung als Wunschtraum herausstellen.

Eines Tages offenbart uns vielleicht unser Partner, dass er uns nicht mehr lieben würde und sich von uns trennen möchte. Und für uns bricht dann eine Welt zusammen. Wir sind, selbst wenn es schon eine ganze Weile in unserer Partnerschaft gekriselt hatte oder die Luft raus war, nicht darauf vorbereitet. Die ersten Reaktionen können zwischen Schockstarre oder einem kompletten Zusammenbruch schwanken. Alles erscheint uns irgendwie unwirklich. Und wir wollen auf jeden Fall sofort wieder in den alten Zustand zurück, in dem alles in Ordnung ist und unser Partner uns weiterhin seine Liebe schenkt. Doch diese Wahlmöglichkeit bleibt uns meist nicht und wir müssen uns durch Lagen von Verzweiflung, Angst, Einsamkeit, Wut..... hindurch arbeiten.

Es gibt nämlich eine Gesetzmäßigkeit: In dem Augenblick, in dem wir einen Menschen an uns heran lassen und zu lieben beginnen, gehen wir auch das Risiko ein, bei seinem Verlust seelischen und meist auch körperlichen Schmerz zu empfinden. So müssen wir bei einer Trennung oder Scheidung die 4 Phasen der Trennungsbewältigung durchlaufen, bis wir wieder richtig Boden unter den Füßen haben und uns im Gleichgewicht befinden.

Es gibt auf diesem Weg keine Abkürzung, doch können wir uns dabei helfen, diese Phasen gut zu überstehen.

Befinden Sie sich im Augenblick in einer Trennungsphase? Dann schauen Sie doch einmal in meinen Artikel zum Thema Trennungsbewältigung auf Scheidung, in dem ich die Trennungsphasen ausführlich bespreche und viele hilfreiche Strategien vorstelle.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft und Erfolg auf dem Weg zu einem neuen Gleichgewicht.

Ihre Miss Psycho

Montag, 3. Mai 2010

Wie steht es um Ihre Partnerschaft?

Hallo zusammen,
vielleicht gehören Sie auch zu den Menschen, die in Zeitschriften an keinem Test vorüber blättern können, ohne ihn zu machen.
Nun, was treibt uns dazu, den Bleistift zu zücken und Fragen zu beantworten wie z.B. „Welches ist Ihre Lieblingsfarbe: rot, blau, gelb oder orange?“ oder „Was würden Sie tun, wenn ..?“ Neugier oder Spaß? Wollen Sie mehr über sich erfahren?
Was fangen Sie mit dem Ergebnis an?

Ich habe festgestellt, dass viele Psycho-Tests dann besonders Spaß machen, wenn man sie zusammen mit anderen ausfüllt und die Ergebnisse danach vergleicht. Geht es allerdings um ein Thema, vor dem man Angst hat und das man lieber vor anderen geheim halten möchte, dann füllt man den Test lieber im stillen Kämmerlein alleine aus.

Ich habe für Sie heute auch einen Test. Es ist eine Checkliste, die eine Bestandsaufnahme für Ihre Partnerschaft darstellt. Ich halte es nämlich für sehr empfehlenswert, dass wir, ebenso wie Unternehmen am Ende des Jahres eine Bilanz erstellen, auch für unsere Partnerschaft ab und zu eine Bilanz ziehen sollten.
Diese Bilanz kann uns dabei helfen, zu erkennen, was nicht nach unseren Vorstellungen läuft. Sie verhindert, dass wir in Routine verfallen. Und natürlich können wir daraus auch ganz konkrete Schritte ableiten, was wir verbessern möchten.

Neugierig geworden? Dann machen Sie sich doch gleich an die Checkliste für die Partnerschaft, die ich für Sie zusammengestellt habe.

Und bewegen Sie möglichst auch Ihren Partner dazu, die Fragen der Checkliste zu beantworten. Dann können sie beide sich in einem zweiten Schritt darüber austauschen, wie jeder die Partnerschaft sieht und was konkret sie vom Partner mehr, weniger oder anders benötigen.

Und lassen Sie es mich wissen, ob die Checkliste für Ihre Partnerschaft hilfreich war.

Ihre Miss Psycho

Montag, 26. April 2010

Die Beziehung zu den Eltern klären – ist das notwendig?

Hallo zusammen,
leben Ihre Eltern noch? Dann haben Sie wahrscheinlich auch schon bei sich beobachtet, dass Sie ganz schnell in die Rolle des kleinen Kindes hineinrutschen. Sie werden z.B. trotzig, wenn Ihr Vater Ihnen einen „guten“ Rat gibt, und handeln auch um den Preis, dass Sie sich schaden, absichtlich nach dem Gegenteil. Wenn Ihre Mutter Sie öfter anruft und anmerkt, dass Sie sich so selten bei ihr sehen lassen, dann fühlen Sie sich wie ein schuldiges Kind, das etwas falsch gemacht hat. Selbst wenn Sie sich ganz von Ihren Eltern zurückgezogen und den Kontakt völlig abgebrochen haben sollten, fühlen Sie sich wahrscheinlich nicht frei. Höchstwahrscheinlich werden Sie dann, wenn ein anderer Mensch sich ähnlich wie Ihre Eltern verhält, dieselben Gefühle wie die, welche Sie Ihren Eltern gegenüber haben, empfinden. Sie reagieren dann vielleicht wütend, obwohl Ihnen dieser Mensch nichts getan hat. Vielleicht getrauen Sie sich aber auch nicht, Ihre Meinung zu sagen, weil Sie in Ihrer Kindheit deshalb von Ihren Eltern bestraft wurden. In Ihrer Partnerschaft können sich die Erfahrungen mit Ihren Eltern ebenfalls widerspiegeln. So wählen Sie vielleicht einen Partner, der das genaue Gegenteil Ihres Vaters oder genau wie Ihr Vater ist. Wenn Ihre Partnerin Ihnen vorwirft, dass Sie sich genau wie Ihr Vater verhalten, sehen Sie dies als bösartigen Angriff.

Auch in anderer Form könnten Ihre Eltern Sie täglich begleiten – indem Sie ihnen nämlich vorwerfen, dass sie in Ihrer Erziehung Fehler gemacht haben bzw. Sie zu dem gemacht haben, was Sie sind - mit all Ihren Schwierigkeiten.

Starke negative Gefühle wie z.B. Hass oder Verbitterung in Bezug auf Ihre Eltern und in Bezug auf andere Menschen, die Erinnerungen an Ihre Kindheitserfahrungen auslösen, sind Hinweise, dass Sie noch keinen Frieden mit Ihren Eltern geschlossen haben. Sie können zwar weder die Vergangenheit noch Ihre Eltern verändern, aber haben immer die Möglichkeit, die Einstellung zu Ihren Eltern zu ändern. Sie können lernen, Ihre Eltern aus der Sicht eines Erwachsenen zu betrachten, der anderen Schwächen verzeihen, größere Zusammenhänge erkennen und sich seine Bedürfnisse auf vielen unterschiedlichen Wegen erfüllen kann.

Lesen Sie hierzu einmal meinen Artikel zum Thema Frieden schließen mit den Eltern und sich mit ihnen aussöhnen.

Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht, sich mit den Eltern auszusöhnen? Ich bin schon gespannt, wie Sie über meine Ideen und Vorschläge denken.

Ich wünsche Ihnen eine gute Zeit

Ihre Miss Psycho

Montag, 19. April 2010

Ich gerate immer an den Falschen ...

Hallo zusammen,

„Ich gerate immer an den falschen Partner“, diesen Ausspruch haben Sie vielleicht selbst schon gemacht oder in Ihrem Freundeskreis gehört. Gewöhnlich sind wir dann versucht, an Pech zu denken. Doch Pech ist meist nicht die richtige Erklärung dafür, dass man an den falschen Partner gerät.

Mehr oder weniger bewusst entscheiden wir, für wen wir unser Herz öffnen. Wir starten mit ganz bestimmten Sehnsüchten und Bedürfnissen. Der Mensch, in den wir uns verlieben, sendet ganz bestimmte Signale, die für uns darauf hindeuten, dass er unsere Wünsche erfüllen kann. Unser Unterbewusstsein sagt uns, dass genau dieser Partner der richtige für uns ist.
Allerdings kann unser „Partnersensor“ uns in die Irre leiten. Besonders gefährdet für eine Fehleinschätzung sind wir z.B. dann, wenn wir uns gerade in einer Krise befinden. Dann ist es für uns vielleicht lediglich wichtig, jemanden zum Zuhören zu haben, und wir schauen nicht danach, ob auch andere Merkmale passen. Vielleicht haben wir bisher auch schlechte Erfahrungen mit einem Mann gemacht und suchen deshalb nur nach einem Partner, der genau entgegengesetzt unseres Ex-Partners ist.

Wenn Sie bereits mehrmals die Erfahrung gemacht haben, an den falschen Partner geraten zu sein, dann ist es deshalb besonders wichtig, danach zu suchen, welches die Ursachen dafür sein könnten. Außerdem benötigen Sie Wissen darüber, wann bei Ihnen, möglichst frühzeitig, die Alarmglocken, dass es der Falsche sein könnte, läuten sollten.

Die falsche Partnerwahl hat kaum etwas mit Intelligenz zu tun sondern damit, ob wir ein gesundes Selbstvertrauen haben und wissen, was zu einer erfolgreichen Partnerschaft gehört und was uns gut tut bzw. schadet. Dann können wir auch, selbst wir uns zunächst von einem Partner blenden ließen, doch relativ schnell den Rückzug antreten.

Eines ist klar:
Eine absolute Sicherheit gibt es nicht. Wenn wir nicht riskieren, einem anderen Menschen zu vertrauen, dann werden wir auch nicht die wunderbaren Gefühle von Nähe, Liebe und Geborgenheit verspüren können.

Bis zum nächsten Mal

Eure Miss Psycho

Dienstag, 6. April 2010

Mobbing in der Partnerschaft

Hallo zusammen,

Mobbing – ein Begriff, der zurzeit in aller Munde ist. Am Arbeitsplatz und in der Schule wird gemobbt, so hören wir es aus den Medien. Vielleicht werden Sie sich nun fragen, ob dieser Begriff nun wirklich auch noch für die Partnerschaft verwendet werden soll.
Schauen wir uns, bevor wir diese Frage beantworten, zuerst einmal an, was Mobbing überhaupt bedeutet.

Mobbing bedeutet, dass eine Person uns fortgesetzt schikaniert oder umgekehrt wir eine Person fortgesetzt schikanieren und demütigen.

Und leider trifft es auf viele Partnerschaften zu, dass ein Partner, manchmal auch beide, sich schikaniert fühlen. Gelegentlich mal eine Kritik oder eine abschätzige Bemerkung - insbesondere, wenn wir uns gerade gestritten haben - das kennt jeder von uns. Wir füllen dabei meist beide Rollen aus, mal sind wir Täter, mal Opfer.
Wenn wir uns beruhigt haben, kehren wir zur Wertschätzung dem Partner gegenüber zurück.
Wenn wir jedoch mit einem Partner zusammenleben, der uns ständig kritisiert, abwertet und alles tut, um uns zu verletzen, dann ist das Mobbing, Psychoterror und seelischer Missbrauch. Dieses Mobbing in der Partnerschaft gleicht dem Mobbing am Arbeitsplatz.

Wollen Sie herausfinden, wie es um Ihre Partnerschaft steht? Dann habe ich für Sie einen Mobbing Test zusammengestellt.

Über die Ursachen, die sich hinter Mobbing in der Partnerschaft verbergen, können Sie sich auch informieren.

Der erste Schritt aus dem Kreislauf ist, die schädlichen Kommunikation und deren verheerende Auswirkungen auf unsere Psyche zu erkennen. Wenn wir Opfer von Mobbing sind, müssen wir lernen, zwischen dem Verhalten unseres Partners und uns zu trennen. Die Tatsache, dass er sich uns gegenüber so verhält, hat nichts damit zu tun, dass wir nicht in Ordnung sind und etwas falsch machen. Er hat Probleme mit sich und der Welt, die er versucht, über uns zu lösen.

Haben Sie schon einmal mit Menschen zu tun gehabt, in deren Nähe Sie sich grundsätzlich minderwertig, voller Angst und innerer Anspannung gefühlt haben? Wie haben Sie sich aus der Beziehung befreit? Ich bin gespannt auf Ihre Antworten.

Alles Gute und viel Kraft, Ihre innere Stärke zu erhalten oder zurückzugewinnen, wünscht Ihnen

Ihre Miss Psycho

Montag, 29. März 2010

Wenn sich Verbitterung breitmacht

Hallo und guten Tag,

vielleicht haben Sie in Ihrem Freundeskreis auch einen Menschen, den Sie als verbittert bezeichnen würden. Dieser klagt vielleicht jedes Mal, wenn Sie mit ihm zusammentreffen, über sein schweres Schicksal und die Ungerechtigkeit, die ihm widerfahren ist. Schon von weitem können Sie sein verbittertes Gesicht und seine leidende Körperhaltung erkennen. Nachdem Sie lange Zeit immer wieder versucht haben, ihn davon zu überzeugen, dass das Leben auch für ihn weitergehen kann, sind Sie möglicherweise inzwischen zu der Überzeugung gekommen, dass "ihm nicht zu helfen sei", und haben kapituliert. Sie sind es müde, ihm immer wieder einfühlsam zuzuhören und neue Lösungsvorschläge zu machen. Vielleicht ist Ihr Verständnis auch schon mal in Wut umgeschlagen oder Sie sind versucht, den Kontakt zu ihm ganz abzubrechen.

Wenn wir mit einem verbitterten Menschen zusammen sind, dann ist dies so, als ob er unsere Energie aussaugen würde. Höchstwahrscheinlich verhält sich dieser Mensch nicht so, um uns weh zu tun oder zu belasten. Er ist selbst Gefangener im eigenen Käfig. Seine Sichtweise ist, dass ihm etwas so Schlimmes widerfahren ist, dass er nicht aufhören kann, sich immer wieder damit zu befassen. Das Tragische dabei ist, dass er diesem schlimmen Ereignis selbst weitere Verletzungen hinzufügt. Solange er dieses Ereignis vor seinem inneren Auge immer wieder abspult, traumatisiert er sich immer wieder selbst.

Nur wird dieser sich wahrscheinlich, wenn Sie ihn darauf hinweisen, unverstanden fühlen und Ihre veränderte Blickrichtung nicht verstehen.
Sie haben also keine Möglichkeit, etwas bei ihm zu bewegen, wenn er es nicht zulässt. Sie können nur Verständnis signalisieren: "Ich verstehe, dass dir Schlimmes widerfahren ist", und ihm die Entscheidung überlassen, ob er danach suchen möchte, was es in seinem Leben nach diesem Ereignis noch an Möglichkeiten gibt. Sie könnten ihm auch eine therapeutische Unterstützung anraten mit den Worten: "Was kannst du verlieren?"

Auch zu Zeiten von Aristoteles gab es schon verbitterte Menschen. Ich möchte ihn deshalb hier zu Wort kommen lassen:

"Verbittert ist der schwer zu Versöhnende, der lange den Zorn festhält; er verschließt die Erregung in seinem Innern und hört damit erst auf, wenn er Vergeltung geübt hat. Denn geübte Vergeltung beschwichtigt die Erregung, indem sie das Gefühl des Schmerzes durch ein Gefühl der Befriedigung ersetzt. Geschieht das nicht, so wirkt der Druck weiter. Denn da die Erregung nicht offen heraustritt, so kann einem solchen auch keiner gut zureden; innerlich aber die Erregung zu verarbeiten, dazu braucht es der Zeit. Diese Art von Menschen ist sich selbst und den vertrautesten Freunden die schwerste Last."
Aristoteles, "Nikomachische Ethik"

Für Menschen, die verbittert sind, habe ich hier einige Denkanstöße und Strategien zum Umgang mit Verbitterungen zusammengestellt, wie sie ihre Verbitterung lindern können.

Nach diesem, dieses Mal sehr ernsten Thema wünsche ich Ihnen, dass Sie immer wieder einen Blickwinkel finden mögen, der Ihnen Freude und innere Zufriedenheit zurückbringt.

Ihre Miss Psycho

Mittwoch, 24. März 2010

Einsamkeit

Hallo zusammen

immer mehr Leserbriefe erreichen mich, in denen Menschen mir schreiben, dass sie sich sehr einsam fühlen. Dabei handelt es sich nicht nur um Singles, sondern auch um Menschen, die in einer Partnerschaft leben. Unter den Schreibern sind sowohl junge als auch ältere Menschen.

In Zeiten des Internet und all den sozialen Netzwerken wie Facebook finde ich das schon sehr erstaunlich. Nie war es einfacher, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, nie war es einfacher, sich mit anderen auszutauschen. Offensichtlich befriedigen diese virtuellen Kontakte nicht und helfen nicht, das Gefühl der Einsamkeit zu vermeiden.

Woran liegt das? Zum einen fehlt allen virtuellen Beziehungen etwas ganz Entscheidendes: menschliche Wärme. Der persönliche Kontakt zu anderen ist durch nichts zu ersetzen. Andererseits verhindern auch viele persönliche Beziehnungen nicht, dass man sich einsam fühlt. Der Grund: das Gefühl der Einsamkeit hängt nicht davon ab, ob man Single ist oder in einer festen Beziehung steht.

Woher kommt also die Einsamkeit so vieler Menschen?

Einsame Menschen fühlen sich ausgeschlossen und nicht liebenswert. Sie glauben anderen nichts bieten zu können, haben Angst vor Ablehnung und ein geringes Selbstwertgefühl. Um ihre Gefühle der Einsamkeit zu überwinden, müssen sie zunächst lernen, sich selbst anzunehmen und als liebenswert zu betrachten. Erst der nächste Schritt besteht dann darin, zu lernen, positive Signale auszusenden und auf andere zuzugehen.

Da Einsamkeitsgefühle hauptsächlich etwas mit der inneren Einstellung zu tun haben und man diese ändern kann, gibt es einen Weg aus der Einsamkeit. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, hier einige Links:

Einsamkeit überwinden - Tipps und Hilfestellungen

Wie Einsamkeit entsteht

Mein Ratgeber zum Thema Einsamkeit

Ist Einsamkeit für Sie auch ein Problem? Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht? Ich freue mich über Ihre Kommentare.

Ihre Miss Psycho

Montag, 22. März 2010

Was tun, wenn mein Partner oder Angehöriger depressiv ist?

Hallo zusammen,

für die Medien sind Depressionen fast immer nur dann interessant, wenn sie einen prominenten Menschen betreffen. Nach dem Freitod des Torwarts Robert Enke waren Depressionen z.B. für kurze Zeit in aller Munde. Wenn Sie einen Angehörigen haben, der depressiv ist, dann brauchen Sie keine Presse, die über die verschiedenen Symptome von Depressionen berichtet. Tagtäglich sind Sie damit konfrontiert.

Eine Depression nimmt die gesamte Person eines Betroffenen ein. Sie schlägt sich in seinem Denken, Fühlen und Verhalten nieder. Und wenn Sie mit einem depressiven Menschen zusammenleben, dann wird sich die Depression auch auf Ihr Befinden auswirken. Beispielsweise hat Ihr Angehöriger kein Interesse mehr an seinem Hobby und kann sich nicht mehr über angenehme Aktivitäten freuen. So können sie nicht mehr gemeinsam Spaß haben und gemeinsamen Interessen nachgehen. Der Betroffene zieht sich vielleicht ins Bett zurück oder leidet unter großer Erschöpfung. So kann er seine normale Rolle nicht mehr übernehmen und auf Sie kommen mehr Verpflichtungen zu. Ihr vormals selbstbewusster Partner zweifelt vielleicht an sich, quält sich mit Schuldgefühlen und ist nicht mehr fähig, Entscheidungen zu treffen. So müssen Sie mehr Verantwortung übernehmen. Vielleicht äußert Ihr Angehöriger auch Selbstmordgedanken und Sie leben in permanenter Angst, dass er sich etwas antut.

Vielleicht haben Sie vor dem Auftreten seiner Depression noch keine Erfahrung damit gehabt, welche massiven Auswirkungen Depressionen haben können. Nun fühlen Sie sich zum einen hilflos, wie Sie sich Ihrem Angehörigen gegenüber verhalten und wie Sie ihn unterstützen sollen. Zum anderen müssen Sie aber auch mit Ihren eigenen Gefühlen klarkommen. Ihre Geduld wird auf eine große Probe gestellt. Ein manches Mal werden Sie vielleicht auch richtig vorwurfsvoll und wütend auf Ihren Angehörigen, was dann wiederum Schuldgefühle nach sich zieht. Vielleicht fühlen Sie sich selbst auch missachtet, weil er Ihre gutgemeinten Ratschläge nicht befolgen kann. Sie fühlen sich in seiner Gegenwart stimmungsmäßig hinuntergezogen, ausgelaugt, und, und, ...

Es ist also nicht nur wichtig für Sie, zu wissen, wie Sie Ihrem Angehörigen helfen können, sondern auch, was Sie selbst für sich tun können, um im Gleichgewicht zu bleiben. Deshalb habe ich für Sie in dem Beitrag Mein Partner ist depressiv - wie kann ich ihm helfen? Tipps und Hilfestellungen zusammengetragen,

- wie Sie auf die Depression Ihres Angehörigen reagieren könnten,
- was Sie für sich tun können, um Ihre Kraft zu erhalten, und
- wie Sie Ihrem depressiven Angehörigen helfen können.


Wenn Sie weitere hilfreiche Vorschläge haben, lassen Sie es mich wissen.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft, wenn Sie einen depressiven Menschen begleiten.

Ihre Miss Psycho

Montag, 15. März 2010

Die 8 größten Fehler, wenn man vom Partner verlassen wird

Hallo und guten Tag,

von seinem Partner verlassen zu werden, das gehört wohl zu den schmerzlichsten Erfahrungen, die wir machen können. Ich hoffe sehr für Sie, dass Sie sich im Augenblick nicht gerade in einer Trennungskrise befinden. Wenn aber doch, so möchte ich Ihnen dabei helfen, die richtigen Schritte zu wählen, um diese Situation gut zu bewältigen.

Eine Trennungskrise kann uns so stark verändern, dass wir uns selbst nicht mehr wiedererkennen können. Die schlechtesten Seiten von uns können zum Vorschein kommen. Diese Erfahrung habe ich selbst auch nach einer Trennung gemacht. Kein bisschen von unserem Selbstvertrauen, das wir jahrelang aufgebaut haben, ist mehr zu erkennen. Unsere Gedanken kreisen nur noch um den Ex-Partner und unsere scheinbar ausweglose Lage.

Weil wir unsere Lage aus unserer Verzweiflung heraus gar nicht mehr klar analysieren können, greifen wir zu den unterschiedlichsten Verhaltensweisen, die alle ein Merkmal eint, nämlich dass sie uns schaden. So kann es z.B. sein, dass wir uns klein machen und verzweifelt um die Liebe unseres Ex-Partners buhlen, überall schlecht über ihn reden oder uns zu Racheakten hinreißen lassen. Vielleicht versuchen wir auch mit allen Mitteln, ihn zu verführen, oder kämpfen darum, zumindest eine gute Freundschaft mit ihm zu erhalten. Das Problem dabei ist, dass diese Aktionen uns darin erstarren lassen, den Ex-Partner als Mittelpunkt unserer Gedanken und unseres Verhaltens zu sehen. Statt uns damit zu beschäftigen, schrittweise Abschied zu nehmen und nach einer neuen Perspektive zu suchen, verharren wir in Hoffnung, Verzweiflung und Wut auf den Ex-Partner.

Diese und weitere Fehler, die wir nach einer Trennung machen können, finden Sie hier:
http://www.partnerschaft-beziehung.de/trennung-fehler.html

Mich interessiert auch, ob es Ihnen schon einmal ähnlich ergangen? Haben Sie sich auch schon einmal in einer Trennungssituation zu Verhaltensweisen hinreißen lassen, für die Sie sich später geschämt haben? Was hat Sie schließlich dazu bewegt, Ihren Ex-Partner loszulassen? Ich bin schon gespannt auf Ihre Antworten.

Bis dahin alles Gute und viel Kraft

Ihre Miss Psycho

Montag, 8. März 2010

Mehr Lebensfreude gewinnen – wie geht das?

Hallo zusammen,

Lebensfreude, Glück, innere Zufriedenheit – wer von uns wollte nicht jeden Tag etwas davon verspüren? Das Problem dabei ist, dass wir es uns nicht einfach verordnen lassen können. Ebenso wenig wie wir uns einen gut durchtrainierten Körper besorgen können, können wir Glück käuflich erwerben.
Lebensfreude, Glück und innere Zufriedenheit sind eine Eigenleistung.
Doch, und deshalb möchte ich bei dem Vergleich mit dem trainierten Körper bleiben, können wir unsere Lebensfreude-Muskeln trainieren.

Wir brauchen nicht darauf zu warten, bis uns zufällig im Alltag etwas passiert, was unsere Glückshormone strömen lässt. Ganz gezielt können wir täglich ins „Trainingscamp“ gehen. Ich möchte gerne Ihre Trainierin sein und habe für Sie 16 wirkungsvolle „Fitness-Übungen“ für mehr Lebensfreude zusammen gestellt. Und das Schöne bei diesen Übungen ist, dass sie Ihnen umso leichter fallen, je häufiger Sie diese ausführen. Irgendwann werden Sie ganz automatisch in Ihrem Alltag eingebaut sein und Ihre Lebensfreude wird ein treuer Begleiter für Sie sein.

Haben Sie Lust, mich als Trainerin zu engagieren? Dann erwarte ich Sie auf: lebensfreude-training

Dort finden Sie 16 wirkungsvolle Tipps für mehr Lebensfreude.

Und da Lebensfreude auch ansteckend wirkt, können Sie im Lebensfreude Forum andere Menschen mit Ihrer Lebensfreude inspirieren oder sich von anderen inspirieren lassen. Sie können sich dort auch an der Mitmach-Aktion Lebensfreude beteiligen.


„Das Glück der meisten Menschen wird nicht durch große Katastrophen oder fatale Irrtümer zerstört sondern durch viele kleine schädliche Angewohnheiten.“
Ernest Dimnet


Ein erfolgreiches Training und viel Lebensfreude wünscht Ihnen

Ihre Miss Psycho

Montag, 1. März 2010

Frustrationen

Hallo zusammen

lange habe ich nichts mehr von mir hören lassen. Ich kann verstehen, wenn Sie gefrustet sind und mich abgehakt haben. Doch das soll sich nun ändern - versprochen. Ich werde mich bemühen, mindestens 1 Mal die Woche etwas von mir hören zu lassen.

Unser Thema heute: Frustrationen

Wie gehen Sie mit Frustrationen um und wie hoch ist Ihre Frustrationstoleranz? Reagieren Sie schnell ärgerlich, wenn Sie auf Probleme stoßen und eine Sache nicht auf Anhieb klappt oder resignieren Sie, geben auf und lassen sich von Ihrem Frust lähmen?

Wie wir mit Frustrationen umgehen hat weitreichende Folgen für unser Leben. Geben wir schnell auf, dann verbauen wir uns viele Chancen und Möglichkeiten - sowohl beruflich wie auch privat. Deshalb ist es wichtig, dass wir angemessen mit Frust umgehen.

Was machen Sie, wenn Sie auf Probleme stoßen, wie gehen Sie mit Frustrationen um? Ich freue mich auf Ihre Antworten.

Hier einige Anregungen von mir:

Frustrationstoleranz

Und hier ein Test: Frustrationstoleranz Test

Alles Gute und lassen Sie sich von Problemen nicht unterkriegen - diese sind ein unvermeidbarer Bestandteil des Lebens.

Ihre Miss Psycho