Montag, 30. März 2009

Kontakt zum Ex - Grund zur Eifersucht?

Hallo zusammen

der Frühling soll ja nun endlich kommen. Und mit ihm kommen auch Frühlingsgefühle in der Liebe auf. Wenn wir nach einer missglückten Beziehung eine neue Beziehung eingehen und uns verlieben, dann hat unser neuer Partner in der Regel auch eine Partnerschaft hinter sich - oder gar mehrere. Wenn er die Beziehung zum Ex aufrechterhält, dann können Zweifel aufkommen, ob die Beziehung zum Ex wirklich beendet ist.

Ein Mann, der sich nach einer Trennung neu verliebte, schrieb mir:
Ich habe eine neue Partnerin gefunden, die ich sehr liebe. Ich empfinde allerdings große Eifersucht gegenüber ihrem langjährigen Geliebten, mit dem sie sich 1-2 Male pro Jahr weiter treffen möchte. Ich kenne diesen Mann nicht, er ist auch verheiratet. Ist meine Eifersucht lächerlich? Wie verhalte ich mich richtig?

Ich habe ihm geantwortet:
Wenn man in späterem Alter eine neue Partnerin kennen und lieben lernt, dann hat diese immer auch eine Vorgeschichte. In Ihrem Fall kommt noch erschwerend hinzu, dass Ihre Partnerin weiterhin Kontakt zu Ihrem ehemaligen Partner haben möchte. Es ist ganz verständlich, dass Sie verunsichert sind und nicht richtig wissen, wie Sie diesen Kontakt einordnen sollen.

Wahrscheinlich gibt es zwei Stimmen in Ihrem Kopf. Die eine sagt: „Wenn sie noch Kontakt haben möchte, dann ist er ihr immer noch wichtig, vielleicht irgendwann wichtiger als ich!“ Die andere Stimme ermutigt Sie, Ihrer Partnerin zu vertrauen, denn schließlich ist der ehemalige Geliebte verheiratet.

Ihre Eifersucht signalisiert Ihnen, dass Sie Angst haben, sie zu verlieren. Letztendlich können Sie sich Ihrer Partnerin niemals hundertprozentig sicher sein. Zu bedenken ist aber die Frage: Weshalb hat Ihre Partnerin Sie als Partner gewählt, wenn sie diesen Mann all die Jahre über kennt und mit ihm leben wollen würde? Sie können zwar Ihre Partnerin bitten, sich von diesem Mann zurückzuziehen, aber würden damit Ihre Zweifel aus der Welt geschafft?

Ein Weg für Sie könnte sein, Ihrer Partnerin zu sagen, dass es Ihnen schwer fällt, ihr den Kontakt zuzugestehen, und Sie sich wünschen würden, sie würde ihn abbrechen. Teilen Sie ihr aber gleichzeitig mit, dass sie sich darum bemühen, zu akzeptieren, dass es diesen Mann in ihrem Leben gibt. Vielleicht möchten Sie ihr auch vorschlagen, dass Sie ihn gerne einmal persönlich kennen lernen möchten. Manchmal malen wir ein Gespenst an die Wand, das gar nicht existiert. Es gibt in Ihrer Situation nicht die eine, richtige Reaktion.


Alles Gute und viele Frühlingsgefühle in der alten oder neuen Beziehung.
Ihre Miss Psycho

Freitag, 13. März 2009

Warum manche Menschen sich immer in den Falschen verlieben

Hallo zusammen

Gerade hatte ich eine Klientin, die sich immer wieder in die falschen Männer verliebt und so dachte ich, ich schreibe darüber einfach mal etwas.

Wie funktioniert Partnerwahl überhaupt?

Es gibt die unterschiedlichsten Theorien, weshalb sich Menschen in ganz bestimmte Menschen verlieben. Die einen behaupten, Männer suchen Partner danach aus, wer gesund ist und das beste Erbgut anbietet. Frauen hingegen würden nach einem verlässlichen Versorger für ihre Kinder suchen. Es gibt Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass bei der Partnerwahl die Unterschiedlichkeit des Immunsystems eine Rolle spielt. Andere Untersuchungen deuten daraufhin, dass wir nach Ähnlichkeiten bzw. Unterschiedlichkeit auswählen.

Ich persönlich denke, dass wir einen Partner auswählen, der uns in unseren bereits bestehenden Verhaltensmustern und Lebenseinstellungen bestätigt und unsere Bedürfnisse erfüllt. Beispielsweise suchen wir einen Partner, der uns ablehnt, wenn wir uns selbst ablehnen; einen, der eher nimmt, wenn wir die Rolle des gebenden Opfers einnehmen, etc.

Ein wenig Unterschiedlichkeit ist ganz spannend, zu große Unterschiedlichkeit führt zum Machtkampf oder dazu, dass einer sich aufgibt. Ob eine Partnerschaft langfristig erfolgreich wird, hängt natürlich auch damit zusammen, wie sich beide Partner im Laufe ihres Lebens verändern.

Warum verlieben sich manche Menschen immer wieder in einen falschen Partner? Ist das Zufall?

Ganz sicher ist es kein Zufall. In unserer Lebensgeschichte haben wir unsere Vorlieben und Abneigungen ebenso erlernt wie das Wissen darum, wer unsere Bedürfnisse erfüllen könnte. Die Erfahrungen mit den Eltern und nahen Bezugspersonen spielen dabei eine große Rolle.

Jeder Mensch hat Grundbedürfnisse wie beispielsweise das Bedürfnis nach Sicherheit/Geborgenheit, Abwechslung, Liebe/Anerkennung, Weiterentwicklung, Sinnerfüllung, Kontakt. Wir haben erfahren, welche Menschen uns diese Bedürfnisse erfüllten und Theorien dazu, wer sie in Zukunft erfüllen könnte. Wir haben Hinweise erlernt, was uns Angst macht, Nachteile bringt und was uns Freude bereitet und Vorteile bringt. Wir wählen uns quasi den Partner auf diesem Erfahrungshintergrund aus.

Daneben spielt die momentane Situation, in der man sich befindet, eine Rolle. Bin ich in einer guten Stimmung, verknüpfe ich die Stimmung mit den Menschen, denen ich dort begegne. Verschafft mir ein Mensch eine gute Stimmung, passiert das gleiche.

Wir wählen uns immer den für uns „passenden“ Partner auswählen. Wer sich einen Alkoholiker auswählt und bei ihm bleibt, der bekommt durch ihn ein bestimmtes Bedürfnis erfüllt. Beispielsweise das Bedürfnis, besser zu sein oder jemanden zu retten. Die Partnerwahl bestätigt seine Einstellung, es nicht besser verdient zu haben; es von der Kindheit her nicht anders zu kennen, als schikaniert zu werden.
Wer sich einen verheirateten Partner wählt, der hat möglicherweise Angst vor einer Bindung oder Angst vor einer erneuten Enttäuschung.

Wer sich einen Don Juan nimmt, der ständig andere Frauengeschichten hat, der hat vielleicht gelernt, Liebe mit Unsicherheit und ständiger Angst vor dem Verlassenwerden zu verknüpfen. Er hat gelernt, dass man um Liebe bangen muss.
Wer sich einen älteren Mann auswählt, ist vielleicht auf der Suche nach Geborgenheit und Gefühlen, die er bei seinem Vater empfunden hat.
Wer sich eine Mann auswählt, der sich nicht binden will, hat vielleicht ebenfalls vor einer Bindung Angst.

Kann man den Verliebungsmechanismus umprogrammieren?

Ja, dies erfordert aber eine bewusste Anstrengung. Der erste Schritt besteht darin, dass wir uns unsere „Partner-Biographie“ anschauen:

Welche Partner habe ich bisher gewählt? Welche nicht? Welche Merkmale, Wertvorstellungen, Ziele, Eigenschaften, Fähigkeiten und Verhaltensweisen hatten diese?
Was brauche ich, um Liebe zu empfinden? Was turnt mich ab, was schreckt mich ab?
Welche Erfahrungen habe ich bisher mit diesen Auswahlkriterien gemacht? Wurde ich mit diesen Partnern glücklich?
Woher habe ich diese Auswahlkriterien?
Wie könnten meine neuen Auswahlkriterien aussehen?

Danach sollten wir uns bewusst für eine Zeit nicht mehr auf das Prickeln verlassen, sondern sich auch mal mit Partnern treffen, die wir nur als Freunde ansehen oder sogar etwas langweilig finden. Wir sollten ihnen eine Chance geben. Dies heißt, mit unseren Auswahlkriterien experimentieren und bewusst nach möglichen Vorteilen bei diesen Partnern zu suchen.


So, das wars für heute.
Alles Gute
Ihre Miss Psycho

Dienstag, 23. Dezember 2008

Weisheiten für jeden Tag

Hallo zusammen

das Jahr geht zu Ende. Für viele Zeit, Bilanz zu ziehen und Pläne für das nächste Jahr zu schmieden.

Mit auf den Weg in das nächste Jahr möchte ich 5 Weisheiten geben, die unser Leben und das der anderen bereichern können. Diese lauten:

5 Weisheiten für jeden Tag

1. Nimm dir die Zeit zu lieben. Liebe ist die Brücke zwischen zwei Menschen.
2. Lerne zu verzeihen, denn Groll ist eine schwere Bürde.
3. Sei dankbar für alles, was du besitzt, denn Dankbarkeit ist eine Quelle des Glücks.
4. Nimm dir die Zeit zu lachen, denn Lachen ist Medizin für Körper und Seele.
5. Sei ein guter Zuhörer, denn nur wenn du zuhörst, kannst du von anderen lernen.

Für alle Interessierten, hier weitere Lebensweisheiten in Form von Gleichnissen und Weisheiten in Form von Geschichten.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und Liebe. Bleiben Sie gesund oder werden es.

Ihre Miss Psycho

Dienstag, 2. Dezember 2008

Partnerschaft und Internet

Hallo zusammen

das Internet wird für immer mehr Partnerschaften zur Belastung, dann nämlich, wenn einer der beiden Partner mehr Zeit vor dem Bildschirm, als mit der Familie verbringt. Eine Frau schrieb mir:

Mein Mann hat sich im Laufe der Jahre sehr verändert. Seit wir einen Internetzugang haben, hockt er am Feierabend nur noch vor dem Computer, surft und chattet. Um unsere Kinder und mich kümmert er sich nicht mehr. Schon oft habe ich ihm gedroht, ihn zu verlassen. Macht es Sinn, ihm ein Ultimatum zu stellen?

Ich habe ihr geantwortet:
Ein Ultimatum ist die letzte Möglichkeit, in einer Beziehung etwas zu bewegen. Ziel dabei ist es, dem Partner zu verdeutlichen, wie ernst die Lage ist. Der Partner muss wissen, dass er die Partnerschaft riskiert. Dann kann er überlegen, wie wichtig ihm die Partnerschaft bzw. sein schädliches Verhalten ist. Wenn Sie ein Ultimatum aussprechen, dann sollten Sie dabei einige Regeln berücksichtigen. Das Ultimatum sollte auf alle Fälle dieses Mal ernst gemeint sein.

Wenn Ihr Partner sich nicht verändert, dann müssen Sie bereit sein, Ihre Androhung in die Tat umzusetzen. Sprechen Sie häufig ein Ultimatum aus, ohne es zu befolgen, dann verlieren Sie Ihre Glaubwürdigkeit und die Wirksamkeit des Ultimatums verpufft. Ihr Ultimatum sollte außerdem ganz konkret sein. Geben Sie Zeitpunkt und genaue Konsequenz an. Gleichzeitig sollten Sie Ihrem Partner Hilfestellung bei der Veränderung anbieten.

Im Fall Ihres Partners könnte es z.B. sein, dass er computersüchtig ist. Dann wäre eine Psychotherapie sinnvoll. Wichtig ist auch, ihm zu signalisieren, dass er sich nicht IHRETWEGEN verändern muss, denn er macht es für sich. Er kann so bleiben, wie er ist, aber dann gibt es keinen gemeinsamen Weg.

Auf diese Weise helfen Sie ihm, sich nicht von Ihnen erpresst zu fühlen. Eine hilfreiche Formulierung könnte z.B. so lauten: „Ich liebe dich und möchte gerne bei dir bleiben und glücklich sein. Ich leide jedoch seit Jahren, bin verzweifelt, weil du ..... tust. Ich sehe nur noch die Möglichkeit für unsere Partnerschaft, dass du ..... tust.“

Es sollte deutlich werden, dass Sie ihn lieben und für die Beziehung kämpfen. Gut ist es auch, Ihren Partner darauf hinzuweisen, was er durch eine Veränderung gewinnt. Selbst dann, wenn Sie Ihr Ultimatum richtig formulieren, kann es passieren, dass Ihr Partner nicht von seinem schädlichen Verhalten ablässt. Dann müssen Sie um Ihrer selbst willen eine Entscheidung treffen.

Kennen Sie dieses Probem auch? Haben auch Sie einen Partner, der mehr Zeit im Internet verbringt, als mit Ihnen? Ich hoffe und wünsche Ihnen in diesem Fall, dass Sie beide einen Weg finden, wieder mehr Gemeinsames zu erleben.

Ihre Miss Psycho

Dienstag, 18. November 2008

Besitzdenken und Partnerschaft

Hallo zusammen

Unter Besitzdenken in Bezug auf unsere Partnerschaft verstehen wir, dass wir unseren Partner als zu uns gehörig betrachten.

Besitzdenken hat eine positive und eine negative Seite.

Die positive Seite:
Wir haben uns für unseren Partner entschieden und wollen für ihn da sein. Gleichzeitig möchten wir, dass er sich ganz für uns alleine einsetzt. Wir verlassen uns auf unseren Partner, sorgen für ihn und haben gemeinsame Ziele, die wir nur mit ihm zu verwirklichen versuchen.

Die negative Seite:
Wir betrachten unseren Partner quasi als unser Eigentum, über das wir bestimmen. Er ist für uns kein gleichberechtigter Partner mit eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen, mit dem wir zusammenleben möchten. Wir benötigen ihn, um uns geliebt und bestätigt zu fühlen.

Mit Verlustangst und Eifersucht reagieren wir, wenn er sich mit anderen Menschen gut versteht. Wir versuchen, ihm Grenzen zu setzen, und fordern, dass er sich nach unseren Vorstellungen verhält. So darf er vielleicht nicht alleine weggehen oder muss sich von bestimmten Menschen zurückziehen. Wir verbieten ihm vielleicht, berufstätig zu sein oder ein bestimmtes Hobby zu verfolgen.

Unser Motiv ist nicht, dass wir das Beste für unseren Partner wollen oder ihn vor schlechten Erfahrungen schützen wollen, sondern wir wollen uns selbst schützen.

Der Psychologe Frederick Pearls hat einen Text formuliert, der die Freiheit von Besitzdenken beschreibt:

„Ich tu, was ich tu; und du tust, was du tust.
Ich bin nicht auf dieser Welt,
um nach deinen Erwartungen zu leben,
Und du bist nicht auf dieser Welt,
um nach den meinen zu leben.
Du bist du, und ich bin ich.
Und wenn wir uns zufällig finden – wunderbar.
Wenn nicht, kann man auch nichts machen.“

Tipps für eine erfüllte Partnerschafte und Beziehung

Ich wünsche Ihnen für Ihre Partnerschaft das Allerbeste.

Ihre Miss Psycho

Samstag, 11. Oktober 2008

Lebensfreude für jeden Tag

Hallo zusammen

ehe er mal wieder viel zu früh ausverkauft ist, hier ein Tipp für alle, die sich täglich inspirieren und motivieren lassen wollen. Im Lebensfreude Kalender finden Sie alle zehn Tage ein neues Kalenderblatt mit Lebensweisheiten und praktischen Tipps, die anregen, inspirieren und motivieren wollen, für die großen und kleinen Probleme eine Lösung zu finden.

Ein Geschenk für Menschen,
denen man etwas Gutes tun oder eine Freude machen will
und ein Dankeschön für viele Gelegenheiten.

Positive Impulse und Lebensweisheiten für jeden Tag

Der wohl meistgekaufte Kalender Deutschlands
Auflage 170.000 Exemplare
Bereits 150.000 Exemplare verkauft

Lebensfreude Kalender 2009

Einen schönen Tag noch.
Ihre Miss Psycho

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Mangelnde Selbstachtung und Partnerschaft

Hallo zusammen

gerade hatte ich eine Klientin, die sich selbst ablehnte und der es an Selbstachtung und einem positiven Selbstwertgefühl mangelte. Sie kam zu mir wegen Problemen in der Partnerschaft. Sie sagte:
Ich mag mich selbst nicht und deshalb kann ich auch nicht glauben, dass ein möglicher Partner mich mag. Wenn ich jemanden treffe und der sagt mir, dass er mich liebt, dann unterstelle ich ihm sofort, dass er nur mit mir schlafen will oder dass er keine andere abkriegt und ich nur eine Notlösung bin.

Wenn wir uns selbst ablehnen und für nicht liebenswert halten, dann können wir anderen nicht glauben, wenn diese uns sagen, dass sie uns mögen. Wir unterstellen anderen dann immer unlautere Absichten.

Und selbst wenn wir das nicht tun, dann leben wir in der ständigen Angst, wieder verlassen zu werden, weil - so denken wir - da draußen ja so viele andere sind, die viel attraktiver und liebenswerter sind, wie wir. Und natürlich ist mangelnde Selbstachtung auch ein idealer Nährboden für Eifersucht.

Für eine gute Partnerschaft ist Voraussetzung, dass wir uns mögen und annehmen. Sich selbst mögen ist eines der wichtigsten Fundamente für eine funktionierende Partnerschaft.

Wenn Sie Ihr Selbstwertgefühl stärken und lernen möchten, sich mehr anzunehmen, dann schauen Sie in den Ratgeber "So gewinnen Sie mehr Selbstvertrauen". Der in meinen Augen beste Ratgeber zum Aufbau eines gesunden Selbstwertgefühls.

Wenn Sie sich für das Thema Eifersucht interessieren, hier zwei Quellen
Eifersucht Hilfe
Eifersucht Test


Alles Gute
Ihre Miss Psycho