Montag, 3. Dezember 2012

Oh, wie ist das peinlich!

Hallo zusammen,
viele Fernsehsendungen basieren darauf, dass wir uns als Zuschauer über die Ungeschicklichkeit oder Unfähigkeit anderer amüsieren. Wir sollen uns daran erfreuen, wenn ein Teilnehmer bloßgestellt wird oder sich blamiert. Ob dies dem Regisseur gelingt und die Sendung genügend Zuschauer findet, hängt von uns ab.

Auf jeden Fall fällt es den meisten von uns aber leichter, über die Ungeschicklichkeit anderer zu lachen als über unsere eigene. Sich vor anderen zu blamieren, erleben wir als peinlich. Ja, manche von uns tun alles dafür, mögliche peinliche Situationen zu vermeiden. Wir hindern uns z.B. daran, Neues auszuprobieren oder Dinge zu tun, in denen wir nicht perfekt sind. Dadurch rauben wir uns eine ganze Menge Spaß und Unbeschwertheit in unserem Leben. Passiert uns tatsächlich etwas, was wir als blamabel und peinlich bewerten, möchten wir am liebsten vor Scham im Erdboden versinken.

Was aber können wir tun, um uns mehr Spontaneität und Unbeschwertheit zu erlauben und gelassener mit ungeschicktem Verhalten oder einer Schwäche umzugehen? Auch wenn wir uns noch so sehr anstrengen, wird es in unserem Alltag immer einmal wieder Situationen geben, in denen wir nicht so perfekt erscheinen, wie wir gerne sein möchten.

Einige Tipps, die Ihnen helfen, weniger Angst vor einer Blamage zu haben, und Tipps für den gelassenen Umgang mit einer Blamage habe ich zusammengestellt.

Wenn Sie unter Angst vor dem Erröten, Zittern oder generell vor der Bewertung anderer Menschen haben, finden Sie hilfreiche Videos auf dem Video Ratgeber Portal.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie zu sich stehen können, wie ungeschickt auch immer Sie sich verhalten.

Ihre Miss Psycho

Montag, 26. November 2012

Weihnachtszeit – die Zeit der Einkehr und Stille?

Hallo zusammen,
Die richtige Weihnachtsstimmung macht sich rar. In der heutigen Zeit ist es für die meisten von uns ganz schwierig, uns bei unserem vollen Terminkalender, der Hektik, dem Lärm und der Flut an neuen Reizen noch eine kleine Pause zum Besinnen und Entspannen einzuräumen. Da können uns auch der Duft der gerösteten Mandeln und die unzähligen Weihnachtsmärkte nicht dabei helfen. Dort geht es mehr ums Konsumieren und Verkaufen.

Vielleicht haben wir aus unserer Kindheit Bilder und Erinnerungen, wie reizvoll die Vorweihnachtszeit sein kann: gemeinsam basteln, backen, singen, die Weihnachtsgeschichte lesen, den Wunschzettel schreiben, jede Woche eine neue Kerze anzünden....... Im Stillen sehnen wir uns diese Zeit wieder herbei.
Oder aber wir sind zu kompletten Weihnachtsmuffeln geworden, weil es uns gegen den Strich geht, was aus der Weihnachtszeit und dem Weihnachtsfest geworden ist.

Diese Sehnsucht nach den Gefühlen Ihrer Kindheit kann ich leider nicht befriedigen, aber ich habe doch einen Vorschlag für Sie, wie Sie Zeit zum Nachdenken finden können:

Öffnen Sie jeden Tag ein Türchen am PAL online Adventskalender 2012.

Sie benötigen nur ca. 10 – 20 Minuten Zeit, in der Sie Ihrer Seele etwas Anregendes, Besinnliches, Inspirierendes, Lustiges, Mut Machendes...... anbieten.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der täglichen Überraschung

Ihre Miss Psycho

Montag, 19. November 2012

Du hast ja einen Putzfimmel

Hallo zusammen,
haben Sie von Ihrem Partner oder Freunden schon einmal den Kommentar gehört: „Du mit deinem Putzfimmel!“? Wie haben Sie sich dabei gefühlt? Zu Unrecht kritisiert oder ertappt?

Mit dem Begriff „Putzfimmel“ ist immer eine Wertung verknüpft. Derjenige, der ihn benutzt, meint damit, dass man „zuviel“ putzt. Doch was ist zuviel? Wo ist der Übergang vom normalen Putzen zum krankhaften Putzzwang?
Wenn ich von mir ausgehe, dann genieße ich es manchmal, mal richtig Großputz zu machen. Da kommt eines zum anderen und am Schluss bin ich richtig euphorisch, mal wieder alles auf Vordermann gebracht zu haben. Mit dem Putzen der Wohnung geht quasi auch eine innere Reinigung einher.

Anders ergeht es Menschen mit einem krankhaften Putzzwang. Betroffene leiden unter ihrem Verhalten. Sie putzen aus einem inneren Zwang heraus und der Gedanke an das Putzen bzw. das Putzritual nimmt einen großen Raum in ihrem Alltag ein. Wenn sie ihr Putzritual nicht einhalten, übermannt sie die Angst, sich mit Bakterien zu infizieren oder im Dreck zu ersticken. Gleichzeitig sehen sie ihr Verhalten aber auch als sinnlos und unkontrollierbar an.

Schauen Sie also einmal bei sich nach, aus welchen Motiven heraus Sie putzen und ob Sie ruhig auch mal Fünfe gerade sein lassen können.

Mehr über Putz- und Waschzwänge erfahren Sie in meinem Artikel Wenn Waschen und Putzen zum Zwang wird.

Ich wünsche Ihnen die innere Freiheit, entscheiden zu können, wann und wie lange Sie putzen möchten.

Ihre Miss Psycho

Montag, 12. November 2012

Ist Geiz wirklich geil?

Hallo zusammen,
sicher haben Sie auch schon den populären Slogan eines Technikmarktkonzerns gehört . Wie kommt dieser Slogan bei Ihnen an? Fühlen Sie sich angesprochen?

Zugegeben, bei mir greift diese Werbung überhaupt nicht. Weder das Wort „Geiz“ noch das Wörtchen „geil“ wecken bei mir positive Assoziationen. Wenn ich an Geiz denke, dann fallen mir Dagobert Duck und sein Keller voller gehorteter Münzen ein.
Ich verbinde mit Geiz z.B. Angst vor einem Mangel, Genussfeindlichkeit und Einsamkeit.
Zu mir in die Psychoherapie kam bisher zwar noch niemand, weil er unter seinem Geiz gelitten hat – aber Geiz kann zu vielen Konflikten in der Partnerschaft und schließlich auch zu einer Trennung führen.

Ab wann wir einen Menschen als geizig beschreiben, das ist gar nicht richtig festzumachen. Letztendlich hat jeder Mensch das Recht zu bestimmen, was ihm im Leben wichtig ist und wie viel er sich selbst gönnt. Gefährlich wird es dann, wenn der Betreffende sich vor lauter Geiz selbst schädigt, z.B. dadurch seine Gesundheit ruiniert, seinen Wunsch nach Partnerschaft nicht erfüllen kann oder sich seine Lebensfreude nimmt. Überzeugen davon, dass ein Mensch sich durch seinen Geiz selbst schadet, können wir diesen jedoch nicht. Wenn er weiterhin davon überzeugt ist, dass der Geiz ihm Sicherheit bieten kann, dann wird er ihn beibehalten. Der Entschluss, sich zu verändern, muss von ihm kommen.

Gehören Sie auch zu den Menschen, die sich schwertun, sich etwas zu gönnen oder etwas abzugeben? Wollen Sie in der Zukunft einmal mit mehr Großzügigkeit experimentieren?
Dann finden Sie in meinem Artikel Geiz ist selten geil Tipps dafür, großzügiger zu werden.

Ich wünsche Ihnen das beruhigende Gefühl, immer genug von allem zu besitzen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 15. Oktober 2012

Mir wächst alles über den Kopf

Hallo zusammen,
haben Sie auch schon einmal Zeiten erlebt, in denen eins zum anderen kam? Sie hatten den Eindruck, alles und jeder hätten sich gegen Sie verschworen und es würde immer mehr auf Ihre Schultern geladen werden? Hatten Sie die Befürchtung, irgendwann aufgrund der vielen Belastungen und Probleme zusammenzubrechen?

Jeder von uns hat seine ganz individuelle Grenze, ab der es ihm zu viel wird. Und diese Grenze kann auch noch schwanken – abhängig davon , wie gut unser „Akku“ gefüllt ist, wenn die Belastungen beginnen. Sind wir ohnehin schon erschöpft oder z.B. durch eine Grippe geschwächt, dann wird uns schneller alles zuviel.
In solchen Krisenzeiten und besonders auch in schweren Lebenskrisen ist es wichtig, dass wir uns „mildernde Umstände“ geben und uns liebevoll behandeln.

Wir müssen z.B. unsere Erwartungen an uns selbst zurückfahren, uns ganz bewusst um unseren Körper kümmern und uns eventuell auch Unterstützung von außen holen.

Das Gefühl, überfordert oder überlastet zu sein, muss nicht unbedingt über einen langen Zeitraum anhalten, sondern kann sich auch nur in einer ganz bestimmten Situation zeigen. Dann ist es natürlich einfacher, wieder den Boden unter die Füße zu bekommen. In meinem Artikel Sich überfordert fühlen – was tun? habe ich für Sie hierzu einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen immer genügend Kraft und Energie, den auf Sie zukommenden Aufgaben zu begegnen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 8. Oktober 2012

Ich habe Bammel vor der Prüfung

Hallo zusammen,
wenn die Schule abgeschlossen ist, so glauben viele von uns, dann sei auch endlich Schluss mit den Prüfungen und der leidigen Prüfungsangst. Die Wirklichkeit lehrt uns gewöhnlich etwas anderes.

In unserem Erwachsenenleben erleben wir ähnliche negative Gefühle wie vor und in Prüfungen, wenn wir z.B. in einem Meeting sprechen, auf einer Feier eine Rede halten oder einen Fortbildungskurs mit einem Test abschließen müssen.

Es halt also nichts mit der Schule zu tun, wenn wir Bammel haben, uns ganz schlecht vor lauter Angst wird oder unsere Blase überreagiert. Unsere Angst vor der Prüfung entsteht, weil wir uns immer wieder dieselben negativen Gedanken machen.

Wir erzählen uns z.B., dass wir uns auf keinen Fall blamieren dürfen und unbedingt einen guten Eindruck machen müssen. Oder aber wir reden uns ein, wenn wir diesen Test vermasseln, dann können wir uns gleich einen neuen Arbeitsplatz suchen. In unserer Phantasie malen wir uns vielleicht sogar schon aus, wie wir abgerissen und bettelnd in der Fußgängerzone sitzen.
Wann immer wir aber eine Situation als gefährlich für uns ansehen, reagiert unser Körper mit einer Alarmreaktion und macht uns bereit zu Kampf oder Flucht. Dies macht sich dann eben bemerkbar durch Blasendruck, Herzrasen, Unruhe, Anspannung und leider auch Unkonzentriertheit und Gedächtnisstörungen. So können wir dann unter Umständen unglücklicherweise das, was wir uns mühsam eingetrichtert haben, dann, wenn es drauf ankommt, nicht abrufen und haben einen kompletten Blackout.

Doch so ausweglos, wie es vielleicht nun erscheint, sind wir unserer Prüfungsangst gegenüber auch nicht. Da sie durch negative Gedanken und Bilder entsteht, können wir lernen, weniger Angst zu haben bzw. unsere Angst zu beeinflussen, wenn sie erst einmal entstanden ist.

Einen Überblick darüber, wie Prüfungsangst entsteht und was Sie dagegen tun können, geben Ihnen die beiden Videos zur Prüfungsangst von Rolf Merkle.

Einige wirksame Tipps hierzu finden Sie auch in seinem Artikel Prüfungsangst

Psychologische Strategien zur optimalen Vorbereitung und Bewältigung von Prüfungen finden Sie in dem Ratgeber So überwinden Sie Prüfungsängste, den ich zusammen mit Rolf Merkle geschrieben habe.

Ich wünsche Ihnen Selbstvertrauen und innere Gelassenheit, wann immer Sie diese benötigen.

Ihre Miss Psycho

Donnerstag, 4. Oktober 2012

Ich kann meinem Partner nichts recht machen

Hallo zusammen,
haben Sie auch schon einmal die Bemerkung von Ihrem Partner gehört „Das gehört doch so... und so.... Dich kann man einfach nichts machen lassen.“? Oder schlimmer noch, will Ihr Partner alles selbst erledigen, klagt aber gleichzeitig, dass alles an ihm hängenbleibt?

Dann könnte es sein, dass Sie einen Perfektionisten zum Partner haben. Und sein Perfektionismus bleibt, wie wir sehen, leider nicht ohne Auswirkungen auf Sie.

Beispielsweise

- geht es vielleicht nicht ohne negative Auswirkungen auf Ihr Selbstwertgefühl von Statten, denn Sie beginnen langsam, an Ihren Fähigkeiten zu zweifeln.
- Sie reagieren mit Wut, weil Sie es Ihrem Partner nicht recht machen können.
- Sie ärgern sich darüber, dass immer nur sein Maßstab gilt.
- Sie fühlen sich schuldig, dass alles auf seinen Schultern lastet.
- Sie leiden darunter, dass zuhause immer nur eine angespannte Atmosphäre ohne Spaß und Spontaneität herrscht.
- Sie ärgern sich darüber, dass Ihr Partner bestimmte Dinge aufschiebt oder nicht beendet – aus Angst, sie nicht perfekt machen zu können.
- Ihnen fehlt die Leichtigkeit, durchs Leben zu gehen.

Doch was tun?
Ein Perfektionist ist überzeugt, dass man sich genau so wie er verhalten muss, um im Leben gut zurechtzukommen. Er glaubt, nur durch Perfektion könne er Zuwendung bekommen, Karriere machen und sich selbst akzeptieren. Sie können Ihrem Partner also nicht „beikommen“, wenn er nicht wirklich einsichtig ist und bemerkt, wie er mit seinem Perfektionsstreben sich selbst und Ihnen das Leben schwermacht. Sie können nur an sich und Ihren Einstellungen ansetzen.
Ich habe Ihnen heute einige Strategien zusammengestellt, wenn Sie Probleme mit einem perfektionistischen Partner haben.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gelassen mit Ihrem Partner umgehen können

Ihre Miss Psycho

P.S. Ich spreche hier in meinem Artikel der Einfachheit halber von „dem perfektionistischen Partner“, aber selbstverständlich gibt es auch genügend „perfektionistische Partnerinnen“.