Mittwoch, 2. Mai 2012

Wir trennen uns nur vorübergehend

Hallo zusammen,
wenn ich den Satz zu hören bekomme: „Wir trennen uns nur vorübergehend“, dann kommen bei mir viele Zweifel auf. Zum einen lässt die Aussage hoffen, dass „alles wieder gut wird und beide Partner sich in der Partnerschaft wieder wohl fühlen können werden. Zum anderen stellt sich aber die Frage: Wie genau soll das passieren, dass die Partnerschaft wieder „heilt“?

Vergleichen wir die Partnerschaft einmal mit einer Krankheit, die uns ereilt. Um wieder zu gesunden, genügt es manchmal, sich einfach nur eine Weile ins Bett zu legen und von allen Aktivitäten zurückzuziehen. Unsere Abwehrkräfte können dann ungestört ihre Arbeit tun, neue Zellen können sich bilden, der Körper kann seine Heilarbeit verrichten. Manchmal benötigen wir aber auch Unterstützung von außen durch einen medizinischen Eingriff oder durch Medikamente. Manchmal müssen wir auch unser Verhalten langfristig grundlegend verändern, müssen z.B. unsere Ernährung umstellen oder für mehr Bewegung im Alltag sorgen.

Wenn eine Partnerschaft in Schieflage gerät, dann bedeutet dies, dass einer oder beide Partner den anderen nicht mehr lieben können und ihre Bedürfnisse nicht mehr erfüllt werden. Da es für die Partnerschaft keine eingebauten Selbstheilungskräfte gibt, wird eine vorübergehende Trennung auch nicht automatisch zur Verbesserung der Partnerschaft beitragen. Positiv kann sich jedoch auswirken, dass beide Partner erst einmal aus der gegenseitigen Schusslinie sind. Die täglichen Streitereien und Kränkungen hören erst einmal auf.

Um aber die Zeit der Trennung zu nutzen und auszuloten, ob die Partnerschaft noch eine Chance hat, müssen ganz klare Absprachen getroffen werden und beide Partner müssen an sich und der Partnerschaft arbeiten.

Wenn Sie sich im Augenblick über eine Auszeit aus der Partnerschaft Gedanken machen, dann schauen Sie einmal in meinen Artikel Trennung auf Probe.

Ich wünsche Ihnen eine Partnerschaft, in der Sie sich geborgen und wohlfühlen

Ihre Miss Psycho

Montag, 23. April 2012

Mein Partner sollte anders sein, als er ist


Hallo zusammen,

haben Sie auch nicht Ihren Traumprinzen oder Ihre Traumprinzessin abbekommen? Dann werden zumindest von Zeit zu Zeit von Ihnen Qualitäten wie Toleranz, Akzeptanz und Geduld verlangt – nämlich dann wenn Ihr Partner Dinge tut oder nicht tut, die Sie von ihm erwarten.

Und es ist gar nicht so einfach, diese Tugenden zu zeigen. Wir können zwar verstehen, dass jeder andere Mensch ebenso wie wir bedingungslos akzeptiert werden möchte, sind jedoch davon überzeugt, dass wir unserem Partner bestimmte Verhaltensweisen einfach nicht „durchgehen“ lassen können. Bestimmte Erwartungen, die wir an unseren Partner haben, wollen wir einfach nicht großzügig aufgeben, weil wir z.B. meinen, im Recht zu sein, dass uns bestimmte Dinge zustehen oder dass wir ohne sie nicht leben können.

Sind wir jedoch wirklich an einer harmonischen Partnerschaft interessiert, dann können und müssen wir unsere Geduld, Toleranz und Akzeptanz trainieren. Keine Angst, das soll natürlich nicht bedeuten, dass wir uns und unsere wichtigsten Ziele und Wertvorstellungen über Bord werfen sollten. Es geht vielmehr darin, die kleinen, alltäglichen Nörgeleien, mit denen wir uns und unserem Partner das Leben schwer machen, aufzugeben. Es gibt darum, uns nur noch dann aufzuregen und unsere Energie abzurufen, wenn es um wirklich wichtige Dinge geht.

Wollen Sie für Ihre Partnerschaft in Zukunft „Energie-Sparmaßnahmen“ ergreifen? Wollen Sie sich darin üben, Ihren Partner so zu nehmen, wie er ist?

Dann habe ich für Sie einige Strategien zum Thema Partner annehmen lernen zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen gelingen mag, Ihrem Partner mit Liebe zu begegnen – auch wenn er nicht der perfekte Partner ist.


Ihre Miss Psycho

Dienstag, 10. April 2012

Was Menschen stark macht

Hallo zusammen,
geht es Ihnen auch so wie mir, dass Sie manche Menschen wegen ihrer Stärke bewundern? Manche Menschen scheinen schier unerschütterlich zu sein. Selbst eine schwere Krise oder mehrere Krisen in kurzen Abständen hintereinander können sie nicht so stark schüttern, dass sie grundsätzlich am Leben verzweifeln. Ja, es ist sogar so, dass diese Menschen aus den Krisen noch gestärkt hervorgehen.

Die psychologische Forschung hat sich in den letzten Jahren dieser seelischen Widerstandsfähigkeit angenommen. Sie bezeichnet diese innere Stärke als Resilienz. Der Grundstein für die Resilienz wird in der Kindheit gelegt. Doch wir haben jederzeit noch die Möglichkeit, auf unsere seelische Widerstandskraft Einfluss zu nehmen und sie zu stärken. Mehr dazu finden Sie in den Informationen zur Resilienz.

Wenn Sie für sich prüfen wollen, wie belastbar Sie sind, dann machen Sie doch einfach einmal den Resilienz-Test.

Ich wünsche Ihnen die Fähigkeit, aus Krisen gestärkt hervorzugehen.

Ihre Miss Psycho

Montag, 2. April 2012

Über den Wunsch, mehr vom Leben haben zu wollen

Hallo zusammen,
wenn ich mir heute das Leben insbesondere vieler junger Menschen anschaue, dann habe ich den Eindruck, sie seien immer irgendwie auf dem Sprung – auf der Suche nach Spaß, Genuss und immer neuen Anreizen. Zu diesem Drang nach Abwechslung und Input trägt ein Stück weit auch die Werbung bei, die uns einreden will, dass wir ihre neuen Produkte und Attraktionen unbedingt benötigen, um uns glücklich zu fühlen.

Dieses Streben nach ständiger Abwechslung geht jedoch nicht unbedingt einher mit mehr Zufriedenheit. Im Gegenteil, je höher die Geschwindigkeit, mit der wir etwas konsumieren oder erleben, umso weniger haben wir tatsächlich davon. Dies ist in etwa so, als ob wir einen Döner auf die Schnelle in uns hineinstopfen, während wir gleichzeitig telefonieren und auf dem Nachhauseweg sind. Wie viel Genuss wir wohl vom Verzehr des Döners haben und in Erinnerung behalten? Die Erfahrung mit dem Döner muss schon ziemlich ungewöhnlich ist – dass er z.B. versalzen ist – um bis in unser Bewusstsein vorzudringen und Gefühle auszulösen.

Andererseits ist aber auch das Gegenteil von Abwechslung – nämlich die Routine- ein Feind des Genusses und der Befriedigung. Alles, was immer im gleichen Trott verläuft, lässt unsere Glückshormone nicht mehr fließen und versinkt in der Unauffälligkeit.

Wenn Sie Lust haben, einmal ganz bewusst damit zu experimentieren, wann sie besonders viel Genuss und Sinnensensationen verspüren, dann habe ich für Sie ein kleines Genusstraining zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei, Ihre Sinne „wach zu kitzeln“.

Ihre Miss Psycho

Montag, 19. März 2012

Warum fühle ich mich manchmal so schlecht

Hallo zusammen,
Gefühle können unsere Freunde und unsere Feinde sein – so sehen es die meisten von uns. Sie kommen uns nicht immer gelegen und haben die Gabe, uns den ganzen Tag mächtig zu verhageln. Wir haben den Eindruck, dass sie ein geheimes Eigenleben führen und wir nichts gegen sie auszurichten haben.

In Wirklichkeit sind unsere Gefühle aber nicht unsere Feinde. Ähnlich wie Wegweiser zeigen sie uns, wo wir uns gerade befinden bzw. in welche Richtung wir laufen sollen. Angst will uns z.B. vor Gefahren warnen. Auch Ärger zeigt uns an, dass wir in irgendeiner Form – sei es körperlich oder seelisch - bedroht werden. Sowohl Angst als auch Ärger wollen uns helfen, unser Leben zu erhalten. Einsamkeit und Traurigkeit signalisieren uns, dass uns etwas fehlt oder nicht so ist, wie wir es uns wünschen.

Unsere Gefühle werden nicht durch ein bestimmtes äußeres Ereignis hervorgerufen, sondern sie entstehen in unserem Inneren – hervorgerufen durch unsere Gedanken und Bilder. Erst dadurch, wie wir ein Ereignis bewerten, entscheidet sich, wie wir uns fühlen. Nur deshalb kann es dann auch dazu kommen, dass uns unsere Gefühle nicht nur vor wirklicher Gefahr warnen sondern auch vor Gefahren, die wir uns nur „einbilden“. So sehen z.B. Menschen mit Phobien Gefahren, wo keine wirkliche Gefahr besteht oder eine Katastrophe sehr unwahrscheinlich ist (z.B. bei einer Spinnenphobie oder Aufzugsphobie). Ausführlich beschreibe ich diesen Zusammenhang in meinem Artikel Gefühle und Gedanken – wie sie zusammenhängen.
Die Kunst besteht also darin, zu lernen, bei unseren Gefühlen zu unterscheiden, ob sie eine berechtigte Botschaft für uns haben, die uns hilft, oder eine Botschaft, die auf falschen Bewertungen basiert.

Wie Sie den Unterschied herausfinden und häufiger die positiven und hilfreichen Gefühle verspüren, die Sie gerne verspüren möchten, erfahren Sie in dem Ratgeber Gefühle verstehen, Probleme bewältigen, den ich zusammen mit dem Psychotherapeuten Rolf Merkle geschrieben habe.

Ich wünsche Ihnen, dass Liebe und Freude möglichst oft Ihre Begleiter sind.

Ihre Miss Psycho

Montag, 12. März 2012

Ich kann nicht loslassen

Hallo zusammen,
wenn ich den Begriff loslassen höre, dann kommt mir immer das Bild eines Hundes in den Sinn, der sich in ein Stöckchen verbissen hat, während Herrchen ihn anschreit „Bello, aus, lass los“.
Loslassen bedeutet, sich mit der Situation zu arrangieren, wie sie ist. Unsere Aufmerksamkeit ruht dann wieder auf der Gegenwart statt auf der Vergangenheit. Ebenso wie der Hund sich schwertut, sein geliebtes Stöckchen fallen zu lassen, tun wir uns schwer, manche Dinge loszulassen ( z.B. einen Fehler, eine Schwäche, eine Trennung oder einen Verlust). Besonders schwer fällt es uns z.B., etwas loszulassen,

- wenn wir glauben, dazu von außen gezwungen zu werden.
- wenn wir denken, damit unserem Gegenüber Recht zu geben.
- wenn wir glauben, dadurch den Kürzeren zu ziehen.
- wenn wir glauben, dem anderen durch unser Verhalten zeigen zu müssen, dass er uns nicht so behandeln darf.
- wenn wir glauben, loslassen bedeute kapitulieren.
- wenn wir glauben, loslassen bedeute gutheißen.
- wenn wir glauben, keine andere Wahl zu haben, als uns so schlecht zu fühlen.
- wenn wir glauben, es nicht anders verdient zu haben.

Loslassen kann sich allmählich und schleichend quasi wie ganz von selbst ergeben oder auf einer ganz bewussten Entscheidung beruhen, unsere Sichtweise zu verändern. Die Vorteile, die sich aus dem Loslassen ergeben, sind immens. So stehen uns z.B. unsere Energie und unsere Kreativität wieder voll für das Hier und Jetzt zur Verfügung.

Gibt es in Ihrem Leben auch belastende Dinge, die Sie gerne loslassen möchten?
Dann habe ich für Sie hierzu in meinem Artikel Loslassen können lernen hilfreiche Strategien zusammen getragen.

Ich wünsche Ihnen die Kraft, loszulassen, was Sie belastet und nicht weiterbringt.

Ihre Miss Psycho

Montag, 5. März 2012

Anderen helfen tut mir gut

Hallo zusammen,
kennen Sie dieses Gefühl, dass Sie alles anödet und vieles von dem, was bisher für Sie wichtig war, Ihnen keine rechte Freude mehr bringt?

Nun, dann könnte dies möglicherweise auf eine Depression hinweisen. Es könnte aber auch sein, dass sich in Ihrem Innern eine fundamentale Veränderung vollzieht bzw. bereits vollzogen hat. Vielleicht haben sich mehr oder weniger bewusst Ihre Werte verändert. Materielle Werte, ein gut gefülltes Konto, Karriere und Erfolg sind nicht mehr die Ziele, die Sie unbedingt anstreben „müssen“, um zufrieden und glücklich zu sein.

Dann könnte der Zeitpunkt gekommen sein, an dem Sie nach einer Betätigung suchen, bei der andere Menschen im Vordergrund stehen. Sie möchten sich vielleicht beruflich umorientieren oder sich zumindest in Ihrer Freizeit ehrenamtlich betätigen.

Wenn Sie sich für andere Menschen einsetzen, dann werden Sie eine großartige Entdeckung machen: Nicht nur der andere, sondern auch Sie selbst werden etwas davon haben. Die Natur hat es quasi so eingerichtet, dass wir dafür belohnt werden, andere zu unterstützen. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass regelmäßiger ehrenamtlicher Einsatz sich sowohl positiv auf unseren Körper als auch auf unsere Seele auswirkt.

Aber vielleicht haben Sie trotz dieser möglichen Vorteile auch einige Bedenken, sich ehrenamtlich zu betätigen. Sie haben vielleicht Angst, die Aufgaben, die mit dem Ehrenamt verbunden sind, nicht zu bewältigen, oder Angst, ausgenutzt zu werden.
Dann ist es wichtig, sich diese Einwände genauer anzusehen und zu prüfen, ob Sie sie entkräften können. Häufig kann man auch mal nur probeweise eine Aufgabe übernehmen, um zu sehen, ob sie einem Spaß macht und gut tut.

Wenn Sie sich näher damit auseinandersetzen möchten, welche positiven Auswirkungen Ihre Hilfsbereitschaft haben kann und wie Sie eine für Sie passende Aufgabe finden, dann schauen Sie einmal in meinen Artikel zum Thema Ehrenamtlich tätig sein.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie den für Sie passenden Weg finden, um sich sinnerfüllt und zufrieden zu fühlen.

Ihre Miss Psycho