Montag, 23. Januar 2012

Wie soll ich nur einen neuen Partner finden?

Hallo zusammen,
wenn wir in der Pubertät unsere ersten Kontakte zum anderen Geschlecht knüpfen, dann fühlen sich die meisten von uns ziemlich unsicher und verloren. Werden wir beim anderen ankommen? Was, wenn wir uns dumm verhalten? Wie küsst man am besten? Was muss ich beim Sex machen? – solche Fragen quälen uns. Langsam entwickeln wir dann gewöhnlich Routine und wissen, was wir tun müssen, um beim anderen Geschlecht anzukommen. Leben wir erst einmal in einer festen Partnerschaft, verlieren wir diese Fertigkeiten wieder.

Geht unsere feste Partnerschaft in die Brüche, werden wir wieder von unserer Vergangenheit eingeholt. Wollen wir einen neuen Partner finden, müssen wir uns erneut auf „unsicheres Eis“ begeben. Etwas komplizierter als in unserer Pubertät wird es noch dadurch, dass wir nun auch noch einen Rucksack angefüllt mit negativen Erfahrungen mit unserem Ex-Partner mitschleppen. So reagieren wir z.B. allergisch auf bestimmte Sätze oder sind besonders misstrauisch bei bestimmten Verhaltensweisen, die wir von unserem Ex-Partner kennen. Unser Ex-Partner dient uns als Schablone, anhand der wir alle neuen „Kandidaten“ beurteilen. Vielleicht setzen wir uns auch unter Druck, schnellstmöglich wieder einen Partner zu finden, oder hoffen, unseren Ex-Partner zurückzugewinnen, indem wir ihm unseren neuen Partner präsentieren.

Es gibt also viele Fußangeln, in die wir hineintreten können, wenn wir nach einer Trennung auf Partnersuche gehen. In meinem Artikel Nach Trennung wieder auf Partnersuche gehen habe ich mögliche Fallen und hilfreiche Strategien für die Partnersuche zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie, sofern Sie auf Partnersuche sind, bald einen Menschen finden, dem Sie vertrauen und den Sie lieben können.

Ihre Miss Psycho

Mittwoch, 18. Januar 2012

In meiner Familie werden alle alt

Hallo zusammen,
ging Ihnen schon einer der beiden folgenden Gedanken durch den Kopf: „In meiner Familie werden alle alt“ oder „In meiner Familie sterben alle jung“? Dann nutzen Sie bereits Suggestionen, die sich auf das Alter beziehen und häufig angewendet auch einen großen Einfluss auf Ihr Alter haben können.

Natürlich können wir nicht sagen, dass Suggestionen unsere Lebenserwartung bestimmen und dass wir einfach nur positiv denken müssen und dann werden wir schon „uralt“ werden. Und doch spielen Suggestionen beim Älterwerden eine große Rolle.

Die Psychologin Ellen Langer, Professorin an der Harvard-Universität, konnte z.B. zeigen: Die Einstellung zum Alter und Älterwerden hat einen enormen Einfluss auf den Körper. So können Sehkraft, Gedächtnis, Hörvermögen, körperliche Beweglichkeit, Gang und Haltung und das Aussehen durch eine positive Einstellung zum Alter positiv beeinflusst werden. Umgekehrt verstärken negative Gedanken wie etwa „Das lohnt sich nicht mehr für mich“ „Dafür bin ich zu alt“ oder „Das wird nur alles schlechter werden.“ den Einfluss des Alters auf unsere Zufriedenheit, unseren Körper und unser Verhalten. Wir sehen nur noch Mangel und Verlust und nehmen uns so die Lebensfreude.

Neugierig, wie Sie den Einfluss des Alterns abmildern können?
Dann schauen Sie in den Artikel von Rolf Merkle: Lebenserwartung – was verlängert sie, was verkürzt sie?

Ich wünsche Ihnen die Fähigkeit, jeden Tag etwas Spannendes, Belebendes oder Erfreuliches für sich zu entdecken - ganz egal, wie alt Sie sind.

Ihre Miss Psycho

Montag, 9. Januar 2012

Ich tue mich schwer, andere zu kritisieren

Hallo zusammen,
geht es Ihnen ähnlich wie mir, dass Ihnen Kritik nur schwer über die Lippen kommt? Sehen Sie dies als ein Problem oder denken Sie eher, dass man ja nicht unbedingt kritisieren muss?

Nun, ich sehe es so, dass Kritik ein Mittel ist, welches wir nicht allzu oft einsetzen sollten. Dennoch ist es gut, wenn wir frei auswählen können, ob wir eine Kritik äußern wollen oder nicht. Wenn uns z.B. wirklich etwas an einem anderen stört oder dieser tatsächlich einen Fehler gemacht hat, den er in Zukunft unbedingt vermeiden sollte, dann müssen wir über unseren Schatten springen können. Zuwarten und hoffen, dass der andere selbst darauf kommt, bringt uns in eine Opferrolle - und meist werden wir vergebens warten. Unseren Ärger über den anderen hinunterzuschlucken, einfach nur weil wir uns nicht getrauen, etwas zu der anderen Person zu sagen, raubt uns Energie. Es besteht die Gefahr, dass wir ihm dann irgendwann einmal aus dem heiterem Himmel herab alle unsere Enttäuschungen geballt „auf das Butterbrot“ schmieren.

Wie kommt es eigentlich, dass wir uns scheuen, Kritik zu äußern?
Meist hat es damit zu tun, dass wir selbst nur schwer mit Kritik umgehen können. Wir fühlen uns durch Kritik leicht verletzt, gedemütigt bzw. schnell in unserer gesamten Person in Frage gestellt. (Siehe hierzu auch mein Artikel Mit Kritik umgehen lernen). Deshalb nehmen wir an, dass es anderen ähnlich gehen wird wie uns, wenn wir sie kritisieren. Ein anderer Grund für die Vermeidung von Kritik kann sein, dass wir befürchten, dadurch die Zuwendung und Anerkennung des von uns Kritisierten zu verlieren.
Manchmal können sich unsere Befürchtungen auch tatsächlich einstellen und der andere nimmt uns unsere Kritik krumm oder will schlimmstenfalls nichts mehr mit uns zu tun haben. Manchmal wird unser Mut, Kritik zu äußern, jedoch auch dadurch belohnt werden, dass sich unsere Beziehung zum anderen bessert oder wir diesem mit unserer Kritik wirklich dabei helfen, sich weiterzuentwickeln.

Noch einen anderen Aspekt gilt es zu berücksichtigen: Kritik ist nicht gleich Kritik.
Es spielt eine große Rolle, aus welchen Gefühlen heraus wir unsere Kritik äußern. Wenn wir richtig sauer sind oder uns verletzt fühlen, dann werden wir die Kritik eher in einem scharfen Ton und mit beleidigenden Worten formulieren. Es geht uns dabei dann darum, den anderen zu maßregeln und klein zu machen. Dann ist es natürlich auch kein Wunder, wenn dieser sich auf die Füße getreten fühlt. Äußern wir unsere Kritik jedoch wohlwollend, sind die Chancen größer, dass der andere sie annehmen kann.

Mehr dazu finden Sie in meinem Artikel Wenn Sie kritisieren, dann richtig.
Schauen Sie auch einmal in die kleinen Videoclips von Dr. Rolf Merkle zur Angst vor Kritik.

Ich wünsche Ihnen die Fähigkeit, Kritik dann angemessen äußern zu können, wenn Sie es für richtig und nötig halten.

Ihre Miss Psycho

Montag, 19. Dezember 2011

Weihnachtswünsche

Hallo zusammen,
Weihnachten steht vor der Tür und das alte Jahr neigt sich dem Ende zu. Vielleicht sind Sie im Augenblick noch so richtig im Weihnachtsstress und haben noch eine volle Liste an Pflichten und Erledigungen abzuarbeiten. Sie glauben, dass Sie für Weihnachten Ihre Wohnung gründlich auf Vordermann bringen müssen, ein großes Weihnachtsmenu anbieten müssen, für jeden das passende Geschenk finden müssen, die Feiertage so gestalten müssen, dass jeder glücklich und zufrieden ist, usw......?

Irgendwie finde ich es schade – und da schließe ich mich ein - dass wir uns so wenig Zeit nehmen, uns in eine wirkliche Weihnachtsstimmung zu bringen. Liebe und inneren Frieden können wir weder durch ein perfektes Weihnachtsmenu oder große Geschenke in uns, noch in anderen hervorrufen. Sicher, unsere Geschenke können unserem Partner, Angehörigen oder Freund dabei helfen, sich wertgeschätzt und von uns geliebt zu fühlen. Ein schön geschmückter Baum kann helfen, Weihnachten als eine besondere Zeit zu erleben. Doch letztendlich ist die innere Haltung entscheidend und für die ist jeder von uns selbst zuständig.

Ich möchte Ihnen dieses Jahr folgende Weihnachtsgeschenke von Oren Arnold vorschlagen:
Schenke deinem Feind Vergebung,
schenke deinem Konkurrenten Toleranz,
schenke deinem Freund dein Herz,
schenke deinem Kunden guten Service,
schenke allen Nächstenliebe,
sei jedem Kind ein gutes Vorbild und
schenke dir selbst Achtung.

Ich wünsche Ihnen schöne Festtage und dass Sie im neuen Jahr viele Gelegenheiten haben werden, sich zu freuen und stolz auf sich zu sein.

Ihre Miss Psycho

Montag, 12. Dezember 2011

Wenn nur die Festtage schon rum wären...

Hallo zusammen,
Weihnachten – das Fest der Liebe, so sehen wir es in Fernseh- und Kinofilmen und lesen es in den Zeitschriften.
Weihnachten verbinden die meisten von uns nicht nur mit ein paar freien Tagen sondern mit riesigen Erwartungen. Meist sehnen wir uns nach den Gefühlen, die wir als kleine Kinder verspürt haben – nach der Vorfreude, bis endlich die 4. Kerze angezündet wird oder das Glöckchen vom Christkind läutet, nach dem lustvollen Genuss von Plätzchen und Schokolade, nach dem Staunen beim Anblick des glitzernden Christbaums, nach der Begeisterung über die großen und kleinen Geschenke.....

Als Erwachsene haben wir es aber entschieden schwerer, uns diese überwältigenden Gefühle zurückzuerobern. Wir sind nun selbst für die gelungene Inszenierung des Fests verantwortlich. Dies kann bedeuten, dass wir zwar im Kopf viele Ideen haben, was zu einem gelungenen Fest dazu gehören sollte, aber im Alltag gar nicht die nötige Zeit und Kraft haben, dies alles umzusetzen. Wir setzen uns in der Vorweihnachtszeit unter Druck, z.B. festlich zu dekorieren, Plätzchen zu backen, Geschenke zu basteln oder zu kaufen, Weihnachtskarten zu entwerfen, die Wohnung zu putzen, für die Festtage einzukaufen,.......Und so haben wir kaum Zeit, in weihnachtliche Stimmung zu kommen und uns auf das, was eigentlich hinter Weihnachten steht, zu konzentrieren.
Auch die Festtage erleben wir vielleicht eher als das Abarbeiten einer Pflichtenliste als als gemütliches Beisammensein mit unseren Lieben oder mit Freunden. Und wenn es ganz schlecht läuft, geraten wir auch noch mit unseren Angehörigen in Streit, weil die Bedürfnisse und Erwartungen einfach zu unterschiedlich sind oder alte Konflikte wieder aufbrechen.

Wenn Sie in den vergangenen Jahren bereits ähnliche Erfahrungen gemacht haben und dieses Jahr etwas tun möchten, um die friedliche Stimmung zu fördern, dann finden Sie in meinem Artikel Weihnachten stressfrei und ohne Streit verbringen einige Anregungen.

Ich wünsche Ihnen in den letzten Tagen bis Weihnachten und an Weihnachten viele beglückende Momente

Ihre Miss Psycho

Montag, 5. Dezember 2011

Und warum habe ich das nicht auch?

Hallo zusammen,
vergleichen Sie sich auch immer einmal wieder mit anderen Menschen? Gibt es Menschen in Ihrem Leben, mit denen Sie gerne tauschen möchten?

Dass wir uns mit anderen vergleichen, ist ganz normal und menschlich. Schließlich helfen uns diese Vergleiche dabei, zu wissen, wo wir stehen. Und im günstigsten Fall motivieren sie uns, dass wir angespornt sind, uns weiterzuentwickeln und das Beste in uns zu entfalten. Dies ist sozusagen die positive Seite des Neids.

Die Schattenseite sieht so aus, dass wir den anderen ihre Erfolge, ihren Besitz, ihre Stärken, vielleicht sogar generell ihr unbeschwertes Leben missgönnen. Zwischen uns und ihnen sehen wir eine unüberbrückbare Schlucht. Deshalb beschäftigen wir uns intensiv damit, wie wir diesen Abstand zwischen uns und ihnen verringern. Statt aber daran zu arbeiten, wie wir bekommen können, was sie besitzen, ist unsere Absicht, ihnen das wegzunehmen oder zu zerstören, worin sie im Vorteil sind oder zu sein scheinen. Unser Motto lautet z.B.: „Wenn wir nicht haben können, was sie haben, dann dürfen sie dies auch nicht haben.“

Es liegt auf der Hand, dass uns solche Gedanken nicht gut tun. Sie können Unzufriedenheit, Gereiztheit und einen ungeheuren Druck erzeugen, auf Rache zu sinnen. Das ist dann der Stoff, auf dem im schlimmsten Falle Intrigen, Mobbing, Diebstahl, Zerstörung von Eigentum und Gewalttaten beruhen.

Häufig laufen Neidgedanken und Neidgefühle nicht bewusst ab. Wir können oft nicht erkennen, dass das Motiv hinter unserem Verhalten Neid ist.
In meinem Artikel zum Thema Neid und Missgunst beschreibe ich Anzeichen und die negativen Folgen von Neid.

Außerdem habe ich 7 Tipps, um Neidgefühle zu überwinden, für Sie zusammengestellt.

Ich wünsche Ihnen die Fähigkeit, Neidgefühle in Ansporn umzuwandeln.

Ihre Miss Psycho

Montag, 28. November 2011

Wohin mit meiner Trauer

Hallo zusammen,
traurig und enttäuscht sind die meisten von uns immer wieder einmal im Alltag. Jeder hat dann sein ganz persönliches „Mittelchen“ dagegen. Manche von uns ziehen sich ins Bett zurück, geben ihrer Traurigkeit nach oder flüchten in den Schlaf. Andere werden aktiv, stürzen sich in Arbeit oder treiben Sport. Manche trösten sich mit einem Gläschen Wein, einer Tafel Schokolade oder dadurch, dass sie sich etwas Schönes kaufen. Vielleicht ist auch das Gespräch mit einer guten Freundin oder einem guten Freund die Methode der Wahl.

Ganz anders sieht es meist aus, wenn der Tod eines nahen Menschen eine Lücke in unsere Lebensplanung reißt. Dann greifen unsere gewohnten Lösungswege nicht mehr. Wir fühlen uns unserem Schmerz ausgeliefert. Dann fühlen wir uns zu schwach und energielos, um Sport zu treiben. Wir haben den Eindruck, unsere Freunde können uns nicht verstehen, oder wollen ihnen mit unserer Traurigkeit nicht zur Last fallen. Deshalb ziehen wir uns von ihnen zurück. Wein und Schokolade trösten uns nicht mehr, obwohl wir größere Mengen als sonst zu uns nehmen.

Wir spüren, niemand und nichts können uns den verlorenen Menschen ersetzen. Deshalb glauben wir auch, dass es keinen Trost und keine Hoffnung geben kann.
Und doch sind wir in der Lage, uns auf diese neue Situation ohne den Partner, Freund oder Angehörigen einzustellen. Es kann zwar nie mehr so werden, wie es bisher war, aber es kann anders werden. Wir verlieren mit dem Verlust unseres Lebensbegleiters nicht unsere Fähigkeit, weiterhin Freude zu empfinden – auch wenn dies vielleicht für uns im Augenblick undenkbar erscheinen mag.

Die Trauer ist nicht immer gleich, sondern verändert sich im Laufe der Zeit. Welche Phasen wir durchlaufen müssen, erfahren Sie in meinem Artikel Trauerbewältigung.

Wenn Sie im Augenblick gerade große Trauer verspüren, möchte ich Sie gerne mit meinem Ratgeber Einen geliebten Menschen verlieren auf Ihrem Weg durch die Trauer begleiten.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft in dieser schweren Zeit

Ihre Miss Psycho